Hochzeits- und Reisefotograf Dirk Meutzner im Interview

„Das mit den Hochzeiten ist echt ein harter Job“, sagt Dirk Meutzner. Unzählige Stunden investiert der Hochzeitsfotograf in seine Arbeit, die sich jedoch so auszahlt, dass er heute ein gefragter Fotograf in ganz Deutschland und anderen Ländern ist. Auch die Reisefotografie ist Teil seines Portfolios – dazu hat er bereits einige erfolgreiche CALVENDO-Kalender veröffentlicht.

Lesen Sie in unserem heutigen Interview mehr über Dirk Meutzner und seine Liebe zur Fotografie.

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Dirk Meutzner (Copyright: Dirk Meutzner)

Was hat Sie motiviert, Fotograf zu werden? Können Sie uns ein bisschen was zu Ihrem Werdegang erzählen?

Infiziert mit dem Fotografievirus wurde ich schon als kleiner Junge. Mein Großvater arbeitete über 40 Jahre bei dem Kamerahersteller Zeis Ikon, später Pentacon, hier in Dresden. Er war es auch, der mir den ersten Fotoapparat schenkte und das Entwickeln der Filme und Bilder in der Dunkelkammer beibrachte. Als ich dann ins Teenageralter kam, hatte ich natürlich auch andere Interessen und vernachlässigte die Fotografie etwas.
Erst mit der Digitalfotografie wurde mein Interesse für das Fotografieren wieder entfacht. Alles war einfacher geworden. Man musste keine Filme mehr einlegen und man konnte gleich sehen, ob das Bild etwas geworden war oder nicht. Immer mehr befasste ich mich auch mit den Programmen zum Entwickeln der digitalen Bilder. Allen voran natürlich Photoshop.

Durch das Internet und durch Bücher habe ich mir dann alles, was ich im Moment zum Thema Fotografie weiß, selbst beigebracht. Vor sieben Jahren fasste ich dann den Entschluss, meinen bisherigen Job, dem ich über 17 Jahre nachging, an den Nagel zu hängen und meinen Lebensunterhalt mit der Fotografie zu verdienen.
Ein sehr gewagter Schritt und natürlich ein ungewisser. Aber es hat sich gelohnt! Ich konnte quasi mein Hobby zum Beruf machen. Und dass es so bleibt, muss ich natürlich immer noch hart und ausdauernd arbeiten; 60 -70 Stunden pro Woche sind da keine Seltenheit.

Dirk-Meutzner-BreakdanceDirk Meutzner: Break Dance

Was fasziniert Sie an der Fotografie am meisten?

Diese Frage lässt sich vielleicht mit dem Spruch aus dem Film „One Hour Photo“ erklären: „Der Auslöser klickt, es blitzt und sie haben die Zeit angehalten. Wenn auch nur für einen klitzekleinen Augenblick. Und wenn diese Bilder nachfolgenden Generationen irgendetwas mitzuteilen haben, dann das: Ich war hier. Mich hat es gegeben. Ich war jung. Ich war glücklich. Und irgendeinem Menschen auf dieser Welt war ich wichtig genug, dass er ein Foto von mir gemacht hat.“

Bei Calvendo haben Sie inzwischen gut 50 Kalenderprojekte veröffentlicht. Thematisch scheinen Sie vor allem von der Städte- bzw. Reisefotografie angetan zu sein. Neben zahlreichen Sehenswürdigkeiten in den einzelnen Städten widmen Sie sich auch Photoshop-Projekten. Wie kommt es zu diesem Faible? Was reizt Sie an diesem Thema am meisten?

Ja ein Großteil meiner Kalender, die ich veröffentlicht habe, sind wirklich Kalender mit Bildern von verschiedenen Reisen, die ich unternommen habe. Sobald ich an einem fremden Ort oder in einer fremden Stadt bin, ergreift mich das Motivfieber und ich bin kaum noch zu bremsen. Da kommen schon mal 2.000 Bilder die Woche zusammen. Die schönsten suche ich dann raus und stelle neu Kalenderprojekte zusammen.

An Photoshop reizen mich vor allem die unerschöpflichen Möglichkeiten, die dieses Werkzeug mir bietet. All meine Ideen und bildlichen Vorstellungen, die mir so im Kopf schwirren, kann ich mit diesem Programm umsetzen. Es ist einfach faszinierend (da vergisst man schon mal die Zeit und verbringt die ganze Nacht am Rechner).

Auch die Schwarzweiß-Fotografie ist bei Ihnen ein Thema. Welche Vorteile sehen Sie dabei?

Das ist eigentlich ganz einfach zu erklären: Entfernt man die Farbe aus einem Bild und setzt einen monochromen Ton ein, wird der Schwerpunkt auf Licht und Schatten, auf Kontraste, auf Linien, Formen, Strukturen und die Komposition gelenkt. Man wird nicht mehr durch die vielen Farben abgelenkt und kann sich so auf das Wesentliche im Bild konzentrieren. Ich versuche und möchte, dass der Betrachter das Bild genau ansieht und es absorbiert.

Dirk-Meutzner_Momente-der-RuheDirk Meutzner: Momente der Ruhe

Welches ist Ihr persönlicher Liebling? Auf welches Projekt sind Sie besonders stolz?

Einen persönlichen Liebling direkt habe ich eigentlich nicht. Ich liebe all meine Bilder. Wäre es nicht so, würde ich Sie auch nicht veröffentlichen. Auf die Projekte aus der Sparte DigitalArt bin ich besonders stolz, da ich in diese Bilder meine eigenen Ideen und Erlebnisse einfließen lassen kann und sie so gestalte, wie sie mir gefallen (es kann schon passieren, dass so ein Bild 10-15 Stunden an Zeit kostet).

Warum haben Sie gerade Kalender als Veröffentlichungsart für Ihre Fotos gewählt?

Das ist eine gute Frage. Ich denke, wenn man gute Bilder hat, sollten andere diese auch sehen und es macht einen doch als Fotograf stolz, wenn Kunden seine Werke kaufen und diese sich für ein ganzes Jahr in die Wohnung oder ins Büro hängen.

Sehen wir es doch als eine Art Selbstbestätigung und Barometer, ob man mit seinen Bildern die Menschen erreicht oder nicht.

Dirk-Meutzner_Wundervolles-LondonDirk Meutzner: Wundervolles London

Was war für Sie der wichtigste Baustein für Ihren Erfolg als Fotograf? Sie sind ja im Raum Dresden auch als Hochzeitsfilmer und -fotograf tätig.

Der wichtigste Baustein ist, wie auch für alles andere, die Liebe. Macht man seine Sache und seine Arbeit nicht mit Liebe, dann wird meist nichts Gutes daraus. Genauso wie in der menschlichen Beziehung, ist da keine Liebe mehr, geht man getrennte Wege und alles Aufgebaute zerfällt.

Ich bin nicht nur als Hochzeitsfotograf und Filmer in Dresden tätig, sondern in ganz Deutschland und auch in anderen Ländern. Das mit den Hochzeiten ist echt ein harter Job, den man sehr mögen muss und natürlich auch lieben. Er verlangt von einem höchste Professionalität und Verständnis und auch einen gepflegten Umgang mit Menschen. Man kann sich bei dieser Art von Arbeit keine Fehler leisten und steht ständig unter Druck. Aber solange ich dann meistens so gegen 02.00 Uhr von den Hochzeiten nach Hause fahre oder ins Hotel gehe, und zufrieden bin, und es mir Spaß gemacht hat, werde ich diese Art von Job auch weiter machen.

Dirk-Meutzner-Dresden-ImpressionenDirk Meutzner: Dresden Impressionen

Was gefällt Ihnen an Calvendo am meisten?

An Calvendo gefällt mir eigentlich am meisten die Professionalität, die dort an den Tag gelegt wird, zumindest hab ich das bisher so erlebt.

Was ist Ihrer Meinung nach verbesserungswürdig?

Da gibt es für mich vielleicht nur das eine, mehr Kommunikation vonseiten Calvendo mit den Fotografen. Ich hab da jetzt kein konkretes Beispiel, aber ab und zu hätte ich mir schon einiges an Zeit erspart, wenn ich statt unzähliger Mails einen Anruf bekommen hätte. Klar, meine Muttersprache ist sächsisch, aber wenn ich mich anstrenge, versteht man mich auch.

Wir raten unseren Autoren grundsätzlich, ernsthaft Marketing für Ihre Projekte zu betreiben. Welche Kanäle und Möglichkeiten nutzen Sie, um Ihre Kalender zu vermarkten?

Eigentlich alle die es gibt, Facebook, meine Webseiten www.modernmovie.de (gerade neu gemacht), Mund-zu-Mund-Propaganda usw.

Herr Meutzner, herzlichen Dank für Ihre Antworten und Ihre Bereitschaft, trotz eines zu dieser Jahreszeit mit Sicherheit übervollen Terminkalenders an unserer Interviewreihe teilzunehmen. Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg und Freude und sind auf Ihre weiteren Projekte gespannt!

Dirk-Meutzner-BMX-My-LifeDirk Meutzner: BMX My Life

Weitere Informationen zu Dirk Meutzner finden Sie hier:

Facebook:
Profil Dirk Meutzner: https://www.facebook.com/dirk.meutzner
Seiten: modernmovie.de und hochzeitmovie.de

Websites:
www.modernmovie.de
www.hochzeitmovie.de

CALVENDO-Produktgalerie:
http://www.calvendo.de/galerie/autor/33406

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