„Ich mache eigentlich fast täglich Fotos.“

Ein Interview mit CALVENDO-Autorin Martina Berg, einer Fotografin aus Leidenschaft.


Martina Berg (Foto: Gaby Rottmann)

Liebe Frau Berg, können Sie uns ein bisschen was zu Ihrem Werdegang erzählen? Seit wann fotografieren Sie?

Auslöser für meine ersten fotografischen Versuche war ein Geschenk meiner Eltern zu meinem zehnten Geburtstag. Ich bekam eine Kodak Pocketkamera, die noch mit kleinen Filmkassetten bestückt wurde. Die war so klein, dass ich sie immer dabei haben konnte und eine Zeit lang meiner Umwelt mit meiner ewigen Knipserei ziemlich auf die Nerven ging.

Da die Filmkassetten und die Fotoentwicklung aber sehr teuer waren, konnte ich bald nur noch zu besonderen Gelegenheiten Fotos machen. Und im Teenager-Alter gab es dann andere Dinge, die mich begeisterten. Erst mit fast 18 kaufte ich mir dann von meinem ersten Azubi-Gehalt eine einfache Spiegelreflexkamera und die alte Leidenschaft flammte wieder auf. Als es die erste bezahlbare digitale Spiegelreflexkamera gab, wechselte ich zur Digitalfotografie. Endlich konnte ich ohne groß an die Folgekosten denken zu müssen, meiner Begeisterung für die Tierfotografie nachgehen. Ich fotografiere – mit einigen längeren Unterbrechungen – also bereits seit fast 40 Jahren. Meine erste Kamera habe ich übrigens immer noch!

Wenn man einen Blick in die CALVENDO-Produktgalerie wirft, sind dort zahlreiche Kalender von Ihnen zu sehr unterschiedlichen Themen zu finden. Wie gehen Sie bei der Themenrecherche vor?

Seit ich digital fotografiere – und das sind auch schon über zehn Jahre – habe ich ein sehr umfangreiches Fotoarchiv aufgebaut. Ich kann also „aus dem Vollen” schöpfen. Sollten mir zu einer Kalenderidee noch passende Fotos fehlen, dann kommt dieser Kalender erst einmal auf meine „Ideenliste” und die benötigten Motive werden bei passender Gelegenheit noch fotografiert.

Martina Berg: Blau – Die Farbe des Himmels

Gibt es ein Thema, das Sie Ihnen ganz besonders am Herzen liegt und zu dem Sie am liebsten Fotos machen?

Da muss ich nicht lange nachdenken: Am liebsten fotografiere ich Tiere. Alles was auf unserer schönen Erde so kreucht und fleucht. Dabei ist es egal ob Wildtiere, Haustiere oder Nutztiere. Leider kann ich nicht tauchen, darum hat mein Fotoarchiv im Bereich der Fische riesengroße Lücken. Für die Tierfotografie braucht man viel Geduld und schnelle Reaktionen. Nach langer Wartezeit doch noch das gewünschte Verhalten eines Tieres im Bild festhalten zu können ist einfach nur toll.

Auf welches Projekt sind Sie besonders stolz? Hängt dieses Projekt auch bei Ihnen zu Hause?

Das ist nicht ein Kalender sondern gleich drei: „Helgoland”, „Naturparadies Helgoland” und „Der Robben-Geburtstagskalender”. Denn die Fotos dieser drei Kalender erinnern mich an zwei unvergessliche Reisen zur Nordseeinsel Helgoland. Helgoland im Winter, die Kegelrobben auf der Düne, Basstölpel und Trottellummen am Vogelfelsen – ein traumhaftes Naturerlebnis. Aber auch eisiger Wind und undurchdringlicher Nebel – wie schon gesagt: für mich unvergesslich. Da bereits einige Helgolandbilder als Kunstdrucke meine Wände zieren, habe ich keinen meiner Kalender aufgehängt.

Martina Berg: Helgoland – Deutschlands traumhafte Hochseeinsel

Warum haben Sie gerade Kalender als Veröffentlichungsart für Ihre Fotos gewählt?

Ich habe schon vor meiner Zeit bei CALVENO Kalender mit meinen Fotos veröffentlicht. Mir gefällt die Möglichkeit, kleine Fotoserien zu einem speziellen Thema veröffentlichen zu können.

Machen Sie gezielt Fotos für Kalender? Und wann machen Sie Fotos?

Seit ich Autorin bei CALVENDO bin, mache ich auch gezielt Fotos für Kalender. Und ich mache eigentlich fast täglich Fotos. Auch wenn ich nur einen kleinen Abendspaziergang mache, habe ich in der Regel eine Kamera dabei. Man weiß ja nie…

Wie wurden Sie auf CALVENDO aufmerksam?

Kurz nach dem Start von CALVENDO wurde ich eingeladen mitzumachen. Ich fand die Idee toll und kann heute sagen, dass ich fast von Beginn an dabei bin. 

Können Sie uns etwas über Ihre Erfahrungen mit CALVENDO erzählen? Wo sehen Sie die Vorteile von CALVENDO? Was gefällt Ihnen am meisten? Wo sehen Sie Verbesserungspotenzial?

Der ganz große Vorteil von CALVENDO ist für mich, dass ich kein finanzielles Risiko eingehe. Außer meiner Zeit investiere ich ja kein Geld, um Kalender drucken zu lassen. In meiner „Vor-CALVENDO-Zeit” habe ich oft Kalender selber drucken lassen und diese selbst vermarktet. Nicht immer habe ich meine Kosten wieder eingespielt. Bei einem Produkt mit „Verfallsdatum” ist das Risiko doch recht hoch, dass man am Ende des Jahres übriggebliebene Kalenderexemplare dem Altpapier zuführen muss.

Toll ist natürlich, dass die Kalender mit einer ISBN-Nummer versehen werden und überall im Buchhandel erhältlich sind. Verbesserungspotential sehe ich noch im Bereich der möglichen Kalendarien. Dort wünsche ich mir mehr Auswahlmöglichkeiten.

Martina Berg: Waschbären – Liebenswerte Räuber

Wir raten unseren Autoren grundsätzlich, ernsthaft Marketing für Ihre Projekte zu betreiben. Gibt es einen Kanal, den Sie für eine erfolgreiche Vermarktung Ihrer Projekte für unverzichtbar halten?

Leider mache ich noch immer zu wenig Marketing für meine Kalender. Ich habe zwar viele Ideen, nutze aber momentan meist nur meine Blogs und meine Social Media-Accounts (Facebook, Twitter, Google+ und Pinterest), um auf meine Kalender aufmerksam zu machen. Gerade Facebook halte ich in diesem Zusammenhang für unverzichtbar.

Welche Medien, z.B. Zeitschriften, Fernsehsender oder -sendungen, Blogs, Foren, Fanseiten, Communities, Clubs usw., sind für Sie zum Thema Fotografie am wichtigsten?

Früher habe ich einfach alles zum Thema Fotografie verschlungen. Heute lese ich kaum noch etwas zum Thema. Bei meiner Arbeit richte ich mich nach meinem Bauchgefühl und probiere auch gern Ungewöhnliches aus. Ich liebe aber gut gemachte Fotoreportagen in Printmedien und besuche sehr gern Fotoausstellungen. 

Welche Tipps können Sie anderen Kreativen geben?

Als Fotograf sollte man an die Fotoauswahl, gerade für einen Kalender, sehr selbstkritisch herangehen. Nur technisch einwandfreie Fotos gehören in einen Kalender. Also keine verwackelten, unscharfen oder überbelichteten Aufnahmen. Hat man sich für ein Thema entschieden, dann sollten auch die Fotos dazu passen. Es hilft sehr, sich gedanklich in einen potentiellen Kalenderkäufer hineinzudenken: Welche Motive würde der Käufer wohl erwarten? Ganz wichtig ist auch die Wahl und die Gestaltung des Titelblattes. Hierher gehört das beste Foto. Die Schriftart sollte zum Thema passen und natürlich gut lesbar sein.

Martina Berg: KramBam und seine bärigen Freunde

Welche Projekte haben Sie noch in der Schublade liegen?

Ich habe gerade mal meine Ideenliste durchgezählt – die umfasst momentan sage und schreibe 54 Punkte. Und fast täglich kommen neue hinzu. Als nächstes wird es wahrscheinlich einen Kalender mit dem (Arbeits-)Titel „Das Wohnzimmer des Jägers” geben. Bestimmt aber auch wieder einen Tierkalender und einen Kalender über mein Heimatdorf Alverdissen (das liegt im Lipperland, ganz im Osten Nordrhein-Westfalens).

Liebe Frau Berg, wir bedanken uns ganz herzlich für dieses Interview und die vielen Tipps, die sicher vielen Lesern eine Anregung sein werden. Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg bei Ihrer Arbeit und sind auf Ihre weiteren Projekte schon sehr gespannt!

Martina Berg im Netz – schauen Sie doch mal vorbei:

Blogs:
www.kuriosetierwelt.de
www.buechersammler.de

Homepages:
www.photolokal.de
www.pferdografen.de
www.krambam.de
www.martinaberg.com

Social Media:
www.facebook.com/martina.buecherberg
www.twitter.com/buecherberg
www.twitter.com/kuriosetierwelt
www.pinterest.com/buecherberg/

CALVENDO-Produktgalerie:
http://www.calvendo.de/galerie/autor/martina-berg/

Wenn auch Sie sich angesprochen fühlen und Ihre Arbeit, Ihre Motivation, Ihre Philosophie sowie Ihre Person vorstellen möchten, dann senden Sie einfach eine Nachricht an marketing@calvendo.com

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