CALVENDO-Kreative stellen sich vor: Elisabeth Cölfen

In den kommenden Wochen stellen wir in unserer Blogreihe wieder ausgewählte CALVENDO-Publisher vor, die zum Beispiel besonders erfolgreiche oder außergewöhnliche Projekte bei uns veröffentlicht haben, die unseren Lesern ein paar Tipps und Tricks geben können und ihre Erfahrungen mit anderen teilen möchten usw. Heute stellen wir Ihnen die Foodfotografin Elisabeth Cölfen aus Duisburg vor.

Liebe Frau Cölfen, Sie sind Foodfotografin. Wie kamen Sie zur Fotografie? Was war zuerst da? Die Liebe zum Kochen und dann der Wunsch, die vergänglichen Kunstwerke zu konservieren oder umgekehrt?

Die meisten Fotografen sagen, dass sie irgendwann von einem Verwandten die erste Kamera bekommen haben und dann nicht mehr aufhören konnten zu fotografieren. Ich dagegen habe früher nie gern fotografiert. Bei mir lief das andersherum, und ich entdeckte die Fotografie über die Liebe zur Bildbearbeitung. Dazu muss ich ein wenig ausholen: Mitte der 90er Jahre lernte ich in einem AOL (America Online)-Chat Kai Krause in den USA kennen, den Schöpfer der Programme Kai‘s Power Tools, Soap, Convolver, Goo und vieler anderer. Er war mit 19 Jahren aus Essen in die USA ausgewandert, um dort in vielen Bereichen (z.B. Musikvisualisierung) sehr erfolgreich zu sein. Über ihn lernte ich Bildbearbeitung und Interface-Design kennen und war begeistert von den Möglichkeiten. Zunächst einmal waren Fotos für mich also in erster Linie „Material“ zur Bildbearbeitung.

Später hatte ich auch beruflich mehr mit visuellen Dingen zu tun. Zunächst als Webmaster der Uni Essen (heute Duisburg-Essen), und dann im Rahmen einer Stelle in einem Multimedia-Projekt, wo ich an der Erstellung von Lernsoftware für Studierende der Linguistik mitgearbeitet habe. Da habe ich oft Bilder mit einer kompakten Digitalkamera aufgenommen und bearbeitet. Und mit der Zeit machte mir der Umgang mit Bildern mehr Spaß als mein „eigentlicher“ Beruf.

Foodfotografie wurde erst mit der Zeit mein fotografischer Schwerpunkt. Das hatte zunächst praktische Gründe: Lebensmittel sind leicht verfügbar und sind nicht unzuverlässig wie manche Models. Sie halten still und brauchen keine Pausen. Sie müssen zwar hier und da „nachgeschminkt“ werden, aber insgesamt ist Foodfotografie praktisch. Dann kam die Liebe dazu: Ich bekam das Buch „Food Fast“ von Donna Hay geschenkt und konnte nicht aufhören, mir die Fotografien von Petrina Tinslay anzusehen. Hell, offenblendig und einfach nur wunderschön. Das wollte ich auch können.

Frau Cölfen, wie lange benötigen Sie zur Vorbereitung eines Shootings? Und was passiert mit dem Essen? Laden Sie dann Familien und Freunde ein?

Das ist ganz unterschiedlich. Das fängt schon mit dem Einkaufen an. Für manche Themen hab ich die Zutaten schon alle zuhause, für andere muss ich kurz in den Supermarkt und wieder andere erfordern eine genauere Planung und auch Bestellungen bei unterschiedlichen Online-Händlern. Und die Zeit zur Zubereitung des Essens muss ich natürlich auch rechnen. Das Shooting selbst braucht am wenigsten Zeit; die meiste Zeit fließt in die Vor- und Nachbereitung. Vieles essen wir selbst, aber manchmal müssen tatsächlich Familie, Freunde oder auch Nachbarn helfen.

Mein CALVENDO-Kalender 2015:  Eisträume – Mit köstlichen Eiskreationen durch das Jahr

Wer ist Ihre Zielgruppe?

Neben Auftragsarbeiten beliefere ich verschiedene Bildagenturen mit meinen Bildern. Meistens werden die Bilder in Magazinen und auf kommerziellen Webseiten veröffentlicht.

Mit welcher Ausstattung fotografieren Sie? Braucht man dazu ein Studio mit Blitzanlage oder kann ich das auch zu Hause einfach umsetzen?

Ich habe tatsächlich einen Studioraum mit Blitzanlage und professionellen digitalen Spiegelreflexkameras. Das ist aber nicht notwendig, wenn man nur gelegentlich Food fotografieren möchte. Ich könnte die meisten Motive auch mit natürlichem Licht fotografieren, aber dann wäre ich zu sehr von Jahres- und Tageszeit abhängig. Was ich vor allem brauche, ist Platz für alle Accessoires, Teller, Tücher, Untergründe: Die Foodfotografie kann schnell zum raumgreifenden Hobby werden.

Und wie präparieren Sie das Essen zum Shooting?

Eigentlich gar nicht. Die alten Tricks der ersten Foodstylisten sind heute gar nicht mehr nötig bzw. unsinnig. Der Trend geht immer mehr zu authentischen Bildern. Meine „Modelle“ kann man zu 90% nachher essen. Natürlich gibt es Tricks, um z.B. mehr Volumen bei einem Sandwich oder auf dem Teller vorzutäuschen, aber Chemikalien kommen mir nicht in mein Studio.

Erzählen Sie uns Ihr lustigstes/aufregendstes Erlebnis mit dem Foodshooting.

Ich habe zwei Labradore. Diese Hunde sind ja gemeinhin für ihre Gefräßigkeit bekannt, aber mein Rüde hat darüber hinaus eine ausgesprochene Vorliebe für die Fondant-Masse, mit denen ich Kuchen dekoriere. Das Dekorieren solcher Kunstwerke ist sehr zeitaufwändig und mühsam. Einmal habe ich ein solches pastellfarbenes Wunder einige Augenblicke am Set aus den Augen gelassen. Sie können sich denken, was passiert ist. Ich musste die ganze Arbeit noch einmal machen und der arme Hund hatte furchtbares Bauchweh…

Mein CALVENDO-Kalender 2015: Stimmungsvolle Leckereien – stimmungsvolle Foodfotografie 

Erzählen Sie uns, wie Sie zur Produktion von Kalendern kamen (und zu CALVENDO)?

Ich habe schon früher hin und wieder Kalender für Freunde und Bekannte drucken lassen und festgestellt, wie gut Foodkalender z.B. als Wandschmuck für die Küche ankommen. Nur die Produktionskosten und der Aufwand haben mich davon abgehalten, eigene Kalender zu vertreiben. Mit CALVENDO kann ich nun im Handumdrehen und ohne Investitionskosten sehr professionelle Kalender und Fotobücher anbieten.

Welche Erfahrungen haben Sie beim Erstellen der CALVENDO-Kalender gemacht? Wie lange dauert es, bis Sie einen Kalender erstellt haben?

Ich finde das Erstellen der Kalender wirklich einfach. Das wird alles gut erklärt, und man kann das CALVENDO-Tool auch benutzen, wenn man noch nie ein Layout gemacht hat. Ich wähle die Bilder aus und bereite sie für den Druck vor. Das bedeutet, dass ich sie in ein Farbprofil konvertiere, bei dem die leuchtenden Farben im Druck gut erhalten bleiben. Dann lasse ich die Bilder hoch und folge Schritt für Schritt den Anweisungen des Tools. Die Erstellung eines Kalenders dauert maximal eine Stunde.

CALVENDO ist ein Self-Publishing-Verlag; was machen Sie für das Marketing Ihrer Kalender? 

Leider noch zu wenig. Ich poste die Produkte in meinem Blog und auf meinen Facebook-Seiten.

Frau Cölfen, Sie vertreiben Ihre Produkte auch auf DaWanda – wo liegen dort die Vorteile?

Bei DaWanda vertreibe ich vor allem Karten und Magnetbilder für den Kühlschrank. Hier kann man einfach einen sehr großen Kundenkreis ansprechen und sich immer neue Produkte ausdenken.

Mein CALVENDO-Kalender 2015: Sweet Fruit – frische Früchte in zarten Farben 

Wo sehen Sie sich in den nächsten Jahren? Was sind Ihre Ziele für 2014?

Als Stockfotografin habe ich mir einen lang gehegten Traum erfüllt und meinen eigenen Bildershop eröffnet: shop.foodphotolove.com. Dort können Geschäftskunden nun in Zukunft meine Bilder direkt lizenzieren. Ich freue mich schon darauf, meine neuen Bilder dort anzubieten. Dann möchte ich noch viel mehr Bilder bei all meinen Agenturen haben, weitere handgemachte Produkte in meinem DaWanda-Shop verkaufen und natürlich mehr Kalender und Posterbücher publizieren.

Meine „Adressen“ im Web:

Portfolio: elisabeth-coelfen.com

Foodblog: foodphotolove.de

Shop Stockfotos: shop.foodphotolove.com

DaWanda: http://de.dawanda.com/shop/photodesign-coelfen

CALVENDO-Produktgalerie: http://www.calvendo.de/galerie/autor/elisabeth-coelfen/

Wenn auch Sie sich angesprochen fühlen und Ihre Arbeit, Ihre Motivation, Ihre Philosophie sowie Ihre Person vorstellen möchten, dann senden Sie uns eine Nachricht an martina.boehme@calvendo.com

Ein Gedanke zu „CALVENDO-Kreative stellen sich vor: Elisabeth Cölfen

  1. Ich bin begeistert!
    Danke für dieses schöne Interview.
    Elisabeth Cölfen inspiriert mich sehr, meinen eigenen Weg weiterzugehen und die Kreativität fliessen zu lassen. Sowohl die Fotos als auch die Worte und Gedanken sprechen mich sehr an.
    Ein weiter erfülltes Leben mit weiterhin viel Freude am Schaffen
    wünscht Susanne Sachers

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