Fünf Fragen an Klaus Greipel: Was meinen Sie?

Für Fotografen und andere Bildschaffende wird es zunehmend schwierig, von dieser Arbeit zu leben oder die Hobbyausgaben zu finanzieren. Stellt man die Frage „Was ist Kunst?“ finden selbst Experten selten eine befriedigende Antwort. Lautet die Frage jedoch „Was ist Kunst wert?“, heißt es oft lapidar „Kunst ist genau so viel wert wie jemand bereit ist, dafür auszugeben“.

Wir befragen Fotografen, Künstler und andere Kreative zu ihrer kreativen Arbeit und möchten wissen, wie sie die aktuelle Situation und Zukunft der Kreativschaffenden bewerten.

Ein Kurzinterview mit Klaus Greipel (Fotograf)

Klaus Greipel
Klaus Greipel

Herr Greipel, stellen Sie sich bitte vor, dass ein Kurator der Tate Modern über einen veröffentlichten Kalender auf Sie aufmerksam geworden ist. Er möchte von Ihnen in wenigen Sätzen wissen, wie Sie Ihre künstlichere Arbeit beschreiben. Was würden Sie ihm sagen?

Klaus Greipel: Ich würde ihm sagen, dass meine künstlerische Arbeit überwiegend darin besteht, das zu fotografieren, was von der Gesellschaft als störend und nicht sonderlich beachtenswert empfunden wird.  Ich halte meist das fest, was in der Vergangenheit einst anerkannt war und eine große Bedeutung  hatte und heute nur noch ein verwaister Ort ist.

Was meinen Sie ist wichtiger für die lang anhaltende Karriere eines ambitionierten gestaltenden Künstlers? Frühe Anerkennung durch Kunstexperten oder schnelle Verkaufserfolge bei Medien bzw. künstlerischen Laien?

Klaus Greipel: Ich denke ein bisschen von beidem. Sowohl eine frühe Anerkennung durch Kunst-Experten scheint mir wichtig und förderlich zu sein aber auch ein Verkaufserfolg durch die  Medien, um so mit seiner Arbeit in der Öffentlichkeit stets präsent  zu bleiben.

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Bild: Klaus Greipel

Welche künstlerischen Vorbilder haben Sie? Was meinen Sie, war deren Schlüssel zum Erfolg? Was wenden Sie davon bereits an?

Klaus Greipel: Künstlerische Vorbilder sind für mich, H.R. Giger, Magrit, Franz Radziwill, Edvard Munch und Hieronymus Bosch. Jeder von ihnen hat in der damaligen Zeit einen Stil gehabt, der für diese Zeit neu oder ungewöhnlich war. Ich denke darin besteht ihr Erfolg. Auf meinen Fotos versuche ich davon die Stimmung einzufangen bzw. anzuwenden, die mir diese Bilder vermitteln.

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Bild: Klaus Greipel

Inwieweit verbessern innovative Vermarktungsplattformen für Bilder (z.B. Stockfoto-Agenturen) die Möglichkeiten der Kreativen entdeckt und anerkannt zu werden?  

Klaus Greipel: Ich bin der Meinung, sie verbessen sie erheblich, da viele Menschen und Firmen erst über solche Plattformen auf die Künstler bzw. Fotografen aufmerksam werden. Für mich, ist das eine Werbung.

Noch eine Frage in eigener Sache: Haben Sie die Veröffentlichung und den Verkauf von Kalendern als Einnahmequelle für sich in Erwägung gezogen?

Klaus Greipel: Nein, das habe ich noch nicht.

Über Klaus Greipel

Mein Name ist Klaus Greipel. Ich komme aus dem Ruhrgebiet und meine große Leidenschaft ist die Fotografie, welcher ich seit mehreren Jahren nachgehe.
Schwerpunkte meiner Arbeit sind verlassene Orte, Industrieanlagen und Architektur. Entstanden sind meine Bilder überwiegend in Deutschland, Belgien und Frankreich.

Website: www.kgreipel.de

Flickr: flickr.com/kgreipel

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