Geometrie trifft Fotografie

…oder wie aus einem Landscape ein Polyscape wird

Ein Gastbeitrag von CALVENDO-Autor Oliver Pinkoss

Bilder im Polyscape-Stil gelten auf vielen Blogs und Webseiten als der „Design-Trend“ für das Jahr 2015. Bitte was? Polyscape?  Ja, genauso reagieren fast alle, die zum ersten Mal von diesem „Trend“ hören bzw. lesen. Auf das erste Polyscape-Bild bin ich Ende 2014 durch Zufall gestoßen. Meine Faszination war damit aber sofort geweckt.

Dieser Bildstil wird derzeit hauptsächlich als Wallpaper für Computer und Handys eingesetzt, in der Musikindustrie bei Platten- bzw. CD-Covers oder sogar in Musikvideos.
Ich habe meine Bilder schon für die Gestaltung eigener Handyhüllen verwendet.

Oliver-Pinkoss_HandyhuellenHandyhüllen, gestaltet von Oliver Pinkoss

Dank CALVENDO konnte ich nun die ersten zwei Polyscape-Kalender auf den Markt bringen. Und das sind (nach meinen Recherchen) derzeit weltweit die einzigen Kalender mit Polyscape-Bildern.

Oliver-Pinkoss_Polyscape
Oliver Pinkoss: Polyscape – Geometrie trifft Fotografie und Polyscape – Bildwelten

Wenn man im Internet nach einer genauen oder guten Erklärung für den Polyscape-Stil sucht, sind die Suchergebnisse leider nicht so richtig befriedigend.

Was macht nun ein Polyscape-Bild aus?

Teilt man den Begriff in die zwei Wort-Bestandteile auf, definieren sich die Charakteristiken des Bildes sehr einfach. Das Wort „Poly“ zeigt, dass in den Bildern mit einem oder mehreren Polygonen gearbeitet wird. Als Grundlage der Bildkomposition dient das „Scape“. Meistens wird ein Landscape (Landschaftsbilder) oder Cityscape (Bilder aus dem Stadtleben) verwendet. Die verwendeten geometrischen Formen geben den Rahmen für die Kompositionen vor und schaffen dadurch für den Betrachter etwas doch sehr Ungewöhnliches.

Für die rein technische Bearbeitung eines Polyscape-Bildes findet man auf verschiedenen Online-Plattformen bereits gute Tutorials. Vielmehr möchte ich ein paar Details zu meiner persönlichen Herangehensweise teilen.

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Oliver Pinkoss: Polyscape – Bildwelten

Im ersten Schritt betrachte ich das ausgewählte Grundbild genauer und schaue nach geometrischen bzw. charakterstarken Formen. Eine Straße, die sich am Horizont zu einem Dreieck formt, Wellen in einem See, die Halbkreise bilden, oder Gebäude, Verkehrsschilder und Wolken, die Formen aufnehmen und wieder geben.

Die abgeleiteten Formen werden im zweiten Schritt meist zentral in das Grundbild eingebettet.

Der dritte Schritt hängt bei mir oft vom Gesamteindruck der Bildelemente ab. Manchmal verwende ich das Grundbild als Textur für die geometrischen Formen oder die erstellte Form gibt den Rahmen für ein zweites bzw. drittes Bild. Dabei kommt oft ein komplementäres Bild zum Einsatz: zum Beispiel ein Stadtbild vs. einsame Landstraße oder ein ruhiger See vs. Hafen. Und Ausnahmen bestätigen immer wieder die Regel.

Möglichkeiten gibt es viele.

Es gibt bei diesem Stil keine festgeschriebenen Regeln, außer vielleicht: Frei denken und kreativ sein! Auch Weiterentwicklungen des Polyscape-Stils sind möglich.

Ich arbeite gerade mit keltischen- und Wikinger-Symbolen sowie an von mir benannten Revpatch-Bildern (reversed patch of landscape).

Hier sehen Sie ein Beispiel für ein Revpatch-Bild:
https://500px.com/photo/115007815/revpatch-landscape-by-oliver-pinkoss?from=user_library

Ich hoffe, dass ich einigen Lesern hier das Thema Polyscape etwas näher bringen konnte und vielleicht auch ein wenig Neugier oder Begeisterung für diesen Stil entfachen.

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Oliver Pinkoss: Polyscape – Geometrie trifft Fotografie

Über Oliver Pinkoss

Eigentlich ist er Marketingfachmann und Spezialist für Online Marketing und Kampagnen-Management. Wer seine fotografischen Arbeiten mit den Schwerpunkten Landschaften, Städte und Tiere gesehen hat, weiß aber, dass sein Herz für die Fotografie schlägt: Neugierig, kreativ und offen für fast alle Projekte.

Seine Bilder sind wie er: Charakterstark, „down to earth“, technisch versiert und absolut souverän. Und er hat das, was einen guten Fotografen auszeichnet: Das spezielle Auge für und den unverwechselbaren Blick auf das Herz der Dinge – kurz: Seinen eigenen Stil.

Auf den folgenden Kanälen erfahren Sie mehr über Oliver Pinkoss und sind herzlich eingeladen, ihm zu folgen und ihn zu kontaktieren:

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Ein Gedanke zu „Geometrie trifft Fotografie

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