Afrikanische Tiere und Seifenblasen – eine interessante Mischung bei CALVENDO

In unserer Blogreihe stellen wir Ihnen heute CALVENDO-Autor Eduard Tkocz vor, der Ihnen mehr über seine Kalender-Erfolge mit afrikanischen Tieren und Seifenblasen erzählt. Und damit den Beweis liefert, dass Fotografen sich nicht zwangsläufig auf einen Themenbereich festlegen müssen, um wunderbare Erfolge zu erzielen.

Eduard Tkocz
Eduard Tkocz (Copyright: Eduard Tkocz)

Herr Tkocz, können Sie uns etwas zu Ihrem Werdegang erzählen? Seit wann fotografieren Sie?

Das erste gestaltete Foto gelang mir mit 14 Jahren. Eine wegspringende Kuh konnte ich damals auf S/W Film durch Mitziehen scharf ablichten, während der Hintergrund verschwommen erschien. Dieses Bild hat mich seit 1968 immer irgendwie begleitet und inspiriert.
Die erste SLR-Kamera folgte wenige Jahre später und dann nahm das Hobby immer mehr Platz in meiner Freizeit ein. Regelmäßige Lektüre von Fachzeitschriften und viele Fotos führten zu immer besseren Ergebnissen.
Heute kann ich neben den Kalenderveröffentlichungen auf einige erfolgreiche Ausstellungen und Vorträge zurückblicken und habe noch Einiges auf dem Gebiet der Fotografie vor.

Ein Blick in unsere Produktgalerie zeigt, dass Sie sich zum einen besonders dem Thema Afrika zugewandt haben. Was reizt Sie an diesem Thema besonders?

Als Gründungs -und Vorstandsmitglied der Hilfsorganisation AG Namibiahilfe e.V. (s.a. www.namibiahilfe.de) hatte ich im Rahmen unserer Reisen zu den von uns unterstützten Einrichtungen in Namibia immer wieder die Gelegenheit, neben den Menschen dort auch die faszinierende Tierwelt und die atemberaubenden Landschaften zu fotografieren.

Ein Traum für viele Gleichgesinnte ging für mich 1996 mit der ersten Reise in Erfüllung. Aus damals 30 belichteten Dia-Filmen kommen heute mehrere Tausend Fotos bei einer einzigen Reise zustande. Die Afrikafotos sind bisher auch die erfolgreichsten Bilder in der Vermarktung und bei kleineren Wettbewerben konnte ich damit auch schon den einen oder andern Preis gewinnen.

Namibia_Tiere_LandschaftenEduard Tkocz: NAMIBIA – Tiere und Landschaften

Seit Kurzem sind zum anderen auch Projekte zum Thema Seifenblasen von Ihnen zu finden. Eine wirklich interessante Mischung!
Besonders mit diesen Seifenblasen-Kalendern verzeichnen Sie in dieser Saison ja außerordentliche Erfolge. Erzählen Sie uns mehr?

Hier hat der Zufall eine große Rolle gespielt. Im Februar diesen Jahres war ich mit einem Model für ein Shooting für ein Kalenderprojekt zum Thema „Hochstelzenelfe-Streetact“ verabredet. Die Kostüme waren jedoch nicht rechtzeitig fertig, und so brachte das Model, die auch Seifenblasenkünstlerin ist, etwas Seifenblasen-Lauge und ihre Werkzeuge mit. Auf einem Schneefeld entstanden bei tiefstehender Wintersonne „Ersatzfotos“. Für mich war an diesem Nachmittag ein neues Hobby entstanden und es war klar, dass hier ein Kalenderthema geboren war.
Mittlerweile hat sich eine Poetin mit sehr einfühlsamen Texten zu einer Zusammenarbeit angeboten und der zweite Kalender „Poesie in Seifenblasen“ ist auch schon auf dem besten Weg ein Erfolg zu werden. Die Fotos zum Kalender wurden von einem Museum für einen Postkartensatz bestellt und Kindergärten und Schulen haben meine Seifenblasenvorführungen schon für das nächste Jahr gebucht.
Dass mir die Fotos von diesen Veranstaltungen förmlich aus der Hand gerissen werden, möchte ich hier nur am Rand erwähnen.

SeifenblasenEduard Tkocz: Poesie in Seifenblasen

Wir freuen uns auf jeden Fall mit Ihnen über diesen Erfolg!
Gibt es bei Ihren Kalendern einen ganz persönlichen Liebling? Auf welches Projekt sind Sie besonders stolz?

Jedes meiner Fotos, das anderen gefällt, freut mich immer. Und das sind mittlerweile sehr viele. Projektbezogen sind die „Bienenfresser – Fliegende Edelsteine am Sambesi“ ein klarer Favorit. Das hängt mit den besonderen Erlebnissen beim Fotografieren zusammen. Mehrere Tage allein in der Wildnis in großen Bienenfresserkolonien verbringen zu dürfen, ist Abenteuer pur. Es sind zwar keine Menschen in der Nähe, aber Elefanten, Löwen, Krokodile und Flusspferde, und die lassen keine Langeweile aufkommen. Deshalb ist auch immer das wachsame Auge der Ehefrau ein wichtiger Bestandteil zum Gelingen solcher Bilderserien.

BienenfresserEduard Tkocz: Bienenfresser – Fliegende Edelsteine am Sambesi

Sind Ihre Veröffentlichungen ein Thema im Freundeskreis?

Nach allem, was ich Ihnen bisher erzählt habe, können Sie sich sicherlich vorstellen, dass ich nicht nur wegen der Reisen beneidet werde, vielmehr warten viele Freunde und Bekannte immer wieder auf neues Material von mir und schmücken nicht nur ihre eigenen vier Wände, sondern auch Arztpraxen und Kanzleien mit meinen Fotos.
Eine Dauerausstellung mit Fotos zum Thema „Namibia – Tiere und Landschaften“ ziert z.B. eine 15 Meter lange Schaufensterfront einer Tierarztpraxis in Wolfenbüttel. Der Wartebereich ist mit Fotos zum selben Thema auf Leinwand und Alubond ausgestattet.

Und was macht für Sie ein gutes Foto aus?

Der Betrachter eines guten Fotos sollte sofort erkennen was die Aussage des Bildes ist. Die Konzentration auf das Wesentliche und natürlich einige der wichtigen Gestaltungsregeln sollten sich in einem guten Werk wieder finden. Allerdings nehme ich mir für mein Schaffen immer genügend künstlerische Freiheiten heraus. Ausschnitt, Kontrast bzw. Tiefen und Schärfe sind für mich die einzigen technischen Nachbearbeitungen bei der Bildoptimierung am Computer.

Wir raten unseren Autoren grundsätzlich, ernsthaft Marketing für Ihre Projekte zu betreiben. Welche Kanäle und Möglichkeiten nutzen Sie, um Ihre Kalender zu vermarkten?

Wie die meisten meiner „Künstlerkollegen“ tue auch ich mich etwas schwer mit der Vermarktung, lasse jedoch keine Möglichkeit aus, auf meine Produkte hinzuweisen. Das fängt schon mit einem Nebensatz im persönlichen Gespräch an. Befreundete Geschäftsleute spreche ich konkret an. Ein Kunstgewerbeladen im Ort hat die Kalender im Weihnachtsprogramm. Verweise im Vereinsnewsletter, bei Facebook-Posts und Zusätze bei E-Mails gehören auch zu den eigenen Werbeaktivitäten sowie das Verteilen und Auslegen von Flyern (auf der Vorderseite Kalenderwerbung und auf der Rückseite Seifenblasen-Angebote).

AfrikaEduard Tkocz: Afrikas graue Riesen – Nashörner und Elefanten

Können Sie uns etwas über Ihre Erfahrungen mit CALVENDO erzählen? Wo sehen Sie die Vorteile von CALVENDO? Wo gibt es aus Ihrer Sicht Verbesserungspotenzial?

Als Hobbyfotograf mit einer Vielzahl von ungenutzten Fotos im Archiv bzw. auf der Festplatte war der Hinweis einer lieben Autorenkollegin (Judith Doberstein) auf CALVENDO einer meiner Glücksgriffe in den letzten Jahren. Das erste Projekt im Oktober 2013 wurde nach einigen spannenden Tagen des Wartens ohne Korrekturen von der Calvendo-Jury durchgewunken und es folgten dann gleich acht weitere bis zum Jahresende. Besonders die unkomplizierte und zügige Kommunikation und Unterstützung der Jury bei Fragen und Problemen machen sehr viel Spaß.

Wo sehen Sie die Herausforderungen bei der Kalender-Erstellung? Ist es für Fotografen und Kreative einfach „Kalender zu machen“?

Der technische Aufwand ist dank der zur Verfügung gestellten Programme und Editoren absolut im machbaren Bereich, auch für jemanden, der sich nicht täglich damit beschäftigt. Eine harmonische Bildauswahl und Zusammenstellung von handwerklich gutem Material sowie die Themenauswahl stellen da schon höhere Ansprüche. Für einen kreativen Fotografen also durchaus eine zu bewältigende Aufgabe.

Welche Tipps können Sie anderen Kreativen geben?

Aus der Erfahrung in diesem Jahr empfehle ich, dass rechtzeitig mit der Erstellung des Kalenders begonnen wird und schon Mitte des Jahres die wichtigsten Projekte eingereicht werden. So bleibt genügen Zeit für Korrekturen und der Verlag kann mit dem vorhandenen Material in die Werbung gehen.

Herr Tkocz, wir bedanken uns sehr herzlich für dieses Interview und wünschen Ihnen eine weiterhin erfolgreiche Kalendersaison!

Weitere Informationen zu Eduard Tkocz finden Sie hier:

Website: www.namibiahilfe.de
Facebook: unter „Eddie Scott“ sowie „Seifenblasen selbermachen und fotografieren“
CALVENDO-Produktgalerie: Eduard Tkocz

SeifenblasenEduard Tkocz: Seifenblasen – Skulpturen und Strukturen

 

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