CALVENDO im Dialog: Antworten auf Ihre Fragen & Umfrageergebnisse 2025

Ein Blick auf die Umfrage im November/Dezember 2025: Feedback, Anregungen und Antworten rund um Gestaltung, Workflow und Support

Im November und Dezember 2025 haben wir unsere Autorinnen und Autoren erneut um Feedback zu CALVENDO gebeten. Vielen Dank an die hunderte von Teilnehmenden, die sich die Zeit genommen und uns Feedback sowie zahlreiche konstruktive Anregungen gegeben haben.

Die Ergebnisse zeigen, die große Mehrheit der Befragten Spaß daran haben, bei CALVENDO zu publizieren. Die hohe Zustimmung ist seit mehreren Jahren stabil – ein positives Signal, das uns freut, aber keineswegs ruhen lässt. Vielmehr sehen wir weiter den Auftrag, unsere Prozesse und Angebote kontinuierlich zu optimieren.
Besonders positiv bewertet wurden erneut die schnelle Beurteilung durch unsere Jury sowie die hilfreichen Hinweise aus Jury und Support. Auch die angebotenen Informationen werden von der Mehrheit als gut verständlich wahrgenommen. Die meisten Befragten lesen zudem den CALVENDO-Newsletter und fühlen sich insgesamt gut informiert.

Bestätigt wird, dass sich erfolgreiche Autorinnen und Autoren aktiv an der Vermarktung ihrer eigenen Werke beteiligen. Hier liegt großes Potenzial: Niemand kennt Thema und Zielgruppe eines Kalenders besser als seine Urheberin oder sein Urheber.

Kritischer wurde diesmal die technische Performance der CALVENDO-Webseite bewertet. Der Grund für die zeitweise verringerte Systemgeschwindigkeit im Herbst war die Erstellung von zusätzlichen Auslandsversionen. Üblicherweise laufen solche Serveraktionen im 1. Halbjahr im Hintergrund. Aber manchmal ergaben sich neue Vermarktungschancen kurz vor der Weihnachtssaison. Spät im 2. Halbjahr 2025 mussten dafür neue Druckdaten plus passenden Produktinfos rechenintensiv erstellt und an Produktions- und Handelspartner verteilt werden.

Wir haben im „freien Teil“ der Umfrage diverse Fragen, Wünsche und Verbesserungsvorschläge erhalten. Einige davon beantworten wir direkt in diesem Blogartikel. Weitere Anregungen prüfen wir derzeit auf ihre Machbarkeit und werden, sofern möglich, Lösungen erarbeiten.


Fragen zu Gestaltungsmöglichkeiten

  • Wunsch nach einfacheren Gestaltungsmöglichkeiten und mehr Cover-Templates.

In unserem Editor stehen Ihnen zahlreiche Designvorlagen für die Gestaltung Ihrer Titelseite zur Verfügung. Sie können zwischen Hoch- und Querformaten wählen und Cover mit unterschiedlich vielen Bildern – von einem einzelnen Motiv bis hin zu Collagen mit 2, 4 oder sogar 12 Bildern. Für nahezu jedes Thema steht eine passende Designvorlage zur Verfügung. Das Spektrum reicht von romantischen und verspielten Designs über sportlich-dynamische Layouts bis hin zu schlichten und klassischen Gestaltungen.

Insgesamt bieten wir 68 Cover-Templates für Kalender im DIN-Format zur Auswahl. Eine Übersicht finden Sie hier. Auch für das quadratische Kalenderformat bieten wir 20 Titeldesigns an. Für das nordamerikanische Doppel-DIN-Format stehen Ihnen sogar 30 attraktive Designvorlagen zur Verfügung – passend für unterschiedliche Themen und variierende Bildanzahlen.

Wenn Sie erfahren möchten, wie Sie unsere Designvorlagen im Layout-Editor finden und optimal einsetzen, werfen Sie gerne einen Blick in unser Video-Tutorial.

  • Wunsch nach mehr Formaten wie z.B. Panoramaformat, Wochenkalender, Postkartenkalender und Zusatzseiten (z.B. für Erklärungen, Rezepte, etc.)

Bei CALVENDO werden alle Kalender ausschließlich auf Bestellung produziert (Print on Demand). Umfangreiche Lagerhaltung gibt es nicht. Dieses Verfahren bietet zahlreiche Vorteile, etwa einen besseren ökologischen Fußabdruck, da wir Überproduktionen und deren Entsorgung vermeiden, im Inland produzieren und die Transportwege kurzhalten.
Um dennoch wettbewerbsfähig zu sein, müssen unsere Kalender ebenso schnell lieferbar sein wie die Lagerware anderer Verlage. Dafür ist ein standardisierter, hochgradig automatisierter und exakt getakteter Produktionsprozess notwendig. Jede Bestellung aus dem Handel wird unmittelbar nach ihrem Eingang über unser IT-System an eine angebundene Druckerei übermittelt. Dort werden alle bestellten Einzelexemplare innerhalb weniger Stunden gemeinsam mit anderen Bestellungen desselben Formats produziert. Die Exemplare unterscheiden sich meist in Motiv und Thema – je nach Bestellung. Danach werden die Kalender verpackt und an den Versanddienstleister oder die Buchlogistik übergeben.

Schon geringe Abweichungen, wie z.B. spezielle Papiersorten oder zusätzliche Kalenderblätter, erfordern andere Fertigungswege, manuelle Eingriffe oder alternative Versandwege. Dadurch würde die Produktion zeitaufwändiger, fehleranfälliger und vor allem kostenintensiver. Da die Ladenpreise unserer Kalenderformate sich aufgrund der aufwendigen Einzelproduktion bereits am oberen Limit befinden, sehen wir für Sonderformate wenig Verkaufschancen.

  • Wunsch nach mehr Schriften

In unserem Editor stehen Ihnen aktuell 25 Schriftarten zur Verfügung, darunter verspielte Schreibschriften, schnörkellose Druckschriften sowie klassische, schlichte Schriften, die sich für die unterschiedlichsten Themen und Gestaltungen eignen. Das ist natürlich nicht vergleichbar mit Gestaltungsprogrammen wie z.B. Canva oder Adobe InDesign, aber dafür dürfen alle Schriften kommerziell genutzt werden.

Alternativ können Sie Ihr Cover in einem externen Grafikprogramm, z.B. Canva, gestalten, Ihre Wunschschrift direkt im Layout platzieren und das fertige Cover anschließend in unseren Layout-Editor hochladen, um es als Kalendertitel zu verwenden. Bitte beachten Sie, dass viele Schriftarten urheberrechtlich geschützt sind und Sie für deren kommerzielle Nutzung eine entsprechende Typo-Lizenz kaufen müssen.


Frage zu Hilfe und Kontaktmöglichkeiten

  • Warum gibt es bei CALVENDO keine telefonische Beratung und Hilfe?

Unseren kostenlosen Veröffentlichungsservice nutzen inzwischen weltweit etliche tausend Autorinnen und Autoren. Falls wir eine telefonische, individuelle Beratung zur Verfügung stellen würden, müssten wir – wie andere Self-Publishing-Verlage – für diese Dienstleistungen Geld verlangen. CALVENDO wäre dann keine gebührenfreie Veröffentlichungsplattform mehr. Unser Ziel ist es jedoch, auch in Zukunft für die User kostenlos zu sein.

Wir bieten folgende Hilfe- und Kontaktmöglichkeiten:
Unser Chatbot CALVENDI steht Ihnen jederzeit zur Verfügung. Sie finden ihn unten rechts auf unserer Webseite. Egal, ob Sie Unterstützung bei der Nutzung Ihres Accounts, Fragen zur Kalendergestaltung oder zur Honorarabrechnung haben – CALVENDI kann zahlreiche allgemeine Anfragen schnell und zuverlässig beantworten. Der KI-Chatbot wurde umfangreich trainiert und kontinuierlich weiterentwickelt.

Für individuellere Fragen können Sie jederzeit eine schriftliche Anfrage an unser Support-Team senden. Alle Anfragen werden gelesen und innerhalb von 3 – 5 Tagen bearbeitet. Falls Sie keine Antwort erhalten, schauen Sie bitte in Ihrem SPAM-Ordner nach. Leider kommt es immer wieder vor, dass unsere Mails dort landen.
Auf unserer Webseite bieten wir zusätzlich ausführliche Informationen und Hilfestellungen zur Bedienung unseres Editors und zur Kalendergestaltung an: Infothek, FAQ, oder Newsletter


Fragen zu Preisen und Honoraren

  • Warum sind die Preise der Kalender vergleichsweise hoch und die Honorare begrenzt?

Bei CALVENDO werden alle Kalender auf Bestellung produziert (Print on Demand). Es gibt keine Lagerhaltung. Das bedeutet, dass jeder Kalender einzeln und zeitnah auf Anfrage gefertigt wird. Diese Just-in-Time-Produktion ermöglicht große Angebotsvielfalt, ist jedoch sehr kostenintensiv und begrenzt die Möglichkeit, die Endverkaufspreise niedriger anzusetzen. Im Gegensatz dazu beschränken sich traditionelle Kalenderverlage auf wenige eigene Verlagstitel, die sie in größere Auflagen (ab 400 Stück) bereits im Sommer preisgünstiger drucken lassen.

Hinzu kommen weitere Kostenfaktoren, die den Preis unserer Kalender beeinflussen, darunter hohe Handelsmargen, steigende Versandkosten, Kosten für ISBNs, für Partner, die z.B. den Eintrag unserer Produkte in Branchenkataloge vornehmen sowie Werbemaßnahmen. Selbst bei einer geringen Rücksendequote entstehen bei Rückgaben Produktions- und Versandkosten, die ebenfalls berücksichtigt werden müssen.

Unser Preismodell ist so gestaltet, dass es trotz enger Zeitvorgaben und hoher Produktionskosten für alle Beteiligten eine faire Kalkulation ermöglicht. Gleichzeitig leisten wir mit dem Print-on-Demand-Verfahren einen Beitrag zum Umweltschutz, da Überproduktion und Entsorgung vermieden werden. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Zuletzt sei angemerkt: Für Autorinnen und Autoren ist der Service von CALVENDO kostenlos: Die Gestaltung, Veröffentlichung und der Vertrieb der Kalender erfolgen ohne Einstell-, Produktions- oder Vorabkosten. Das wirtschaftliche Risiko trägt CALVENDO.

  • Wunsch nach mehr Statistiken zu „Meine Honorare“

Unsere Honorarprognose wird derzeit einmal im Monat aktualisiert, in der Verkaufssaison alle 10 bis 14 Tage. Wir verstehen gut, dass viele Autorinnen und Autoren an häufigeren Aktualisierungen sowie an zusätzlichen Statistiken, zum Beispiel zu den einzelnen Verkaufskanälen, interessiert sind.

Wir prüfen derzeit, ob wir in Zukunft weitere Informationen und detailliertere Auswertungen zur Verfügung stellen können. Letztlich spielen dabei auch die zahlreichen Händler in Mitteleuropa und Nordamerika eine wichtige Rolle, denn sie liefern die Verkaufsdaten.


Fragen zum Workflow von Puzzle

  • Warum kann ich mein Puzzle nicht unabhängig von einem Kalendern veröffentlichen?

Ein Puzzle unabhängig von Kalendern anzubieten, ist derzeit leider nicht möglich, da wir keinen Editor für Einzelbilder anbieten. Wir behalten dieses Thema jedoch auf unserer Liste und prüfen mögliche Änderungen für die Zukunft.

So läuft der aktuelle SPP-Workflow ab:
Sobald Sie ein neues Kalenderprojekt bei der Jury eingereicht haben, erhalten Sie eine Übersicht der Einzelbilder, die für eine SPP-Veröffentlichung geeignet sind. Diese Bilder können Sie einzeln auswählen, bearbeiten (Bildausschnitt wählen, Metadaten bearbeiten) und anschließend der Jury zur Freigabe einreichen. Die Jury bewertet die eingereichten Bilder innerhalb von 3–5 Werktagen. Anders als bei Kalenderprojekten gibt es hierbei keine Verbesserungsvorschläge und eine nachträgliche Überarbeitung oder erneute Einreichung ist daher nicht möglich.

Eine ausführliche Anleitung zur Erstellung von Puzzle- und Leinwandprojekten finden Sie hier.


Fragen zu Jury

  • Wunsch nach weniger Ablehnungen z.B. bei überbelegten Themen, mehr Individualität und künstlerischer Freiheit.

Wir verstehen sehr gut, dass es enttäuschend sein kann, wenn ein Kalenderprojekt von unserer Jury abgelehnt wird. Wir wissen, dass Autorinnen und Autoren viel Zeit und Mühe in die Gestaltung investieren. Aber wir können und wollen es nicht jedem leicht machen.
So möchten wir den Einreichungsprozess nicht vereinfachen, etwa indem zunächst nur die Bilder eingereicht werden und Metadaten oder Beschreibungstexte erst nach der Freigabe erstellt werden. Ein Kalender ist ein Gesamtkunstwerk: Gute Bilder allein reichen nicht, um erfolgreich zu sein. Texte, Metadaten und Keywords sind genauso wichtig, damit das Werk z.B. in einem Online-Katalog gefunden wird und die Zielgruppe erreicht.

Bei stark frequentierten Themenbereichen möchten wir weiterhin sorgfältig kuratieren. Wenn bereits sehr viele Kalender zu einem Thema veröffentlicht sind, sinken die Verkaufschancen für jedes einzelne Werk. Neue Kalender zum gleichen Thema würden daher nur selten erfolgreich sein und könnten die Auffindbarkeit bestehender Werke in den Katalogen erschweren. Eine Hilfestellung zur Themenwahl steht Ihnen im Layout-Editor unter dem Tab „Einstellungen“ bereits zur Verfügung. Bevor Sie mit der Bildauswahl und -bearbeitung beginnen, können Sie Ihr Projektthema abfragen und sehen, welche und wie viele Veröffentlichungen es dazu bereits gibt. Unser Ziel ist es, Autorinnen und Autoren zu ermutigen, kreativ zu bleiben, ihre besten Ideen zu verwirklichen und sie dabei so zu unterstützen, dass wertvolle und erfolgreiche Projekte entstehen.

  • Warum kommt von der Jury häufig der Hinweis: die Bilder sind zu dunkel?

Leider können wir keinen ICC-Color-Profil-Download für den Druck bereitstellen, da wir (vor allem in der Hochsaison) mit mehreren Druckereien zusammenarbeiten. Je nach Kapazität und Lieferadresse wird das Projekt an den jeweils günstigstgelegenen Druckstandort weitergeleitet. So halten wir u.a. die Transportwege möglichst kurz, beschleunigen die Lieferung und verringern gleichzeitig unseren ökologischen Fußabdruck.

Bitte lassen Sie sich nicht von der Darstellung auf Ihrem Bildschirm täuschen:
Digitale Bilder wirken auf dem Monitor oft viel farbkräftiger und heller, als sie später im Druck erscheinen. Auch im Digitaldruck neigen dunkle Bildanteile dazu, besonders stark betont zu werden. Wir empfehlen deshalb, die Helligkeit und Farbintensität Ihrer Bilder vorab zu erhöhen. Düsteres, flaues oder regnerisches Bildmaterial eignet sich weniger für Wandschmuck – was auf Ihrem Bildschirm noch dunkelgrau erscheint, kann im Druck schwarz wirken.


Fragen zu Bestellmöglichkeiten für Autorinnen und Autoren

  • Warum kann ich meinen US-Kalender im Doppel-DIN-Format nicht in Deutschland bestellen?

Das US-Doppel-DIN-Format berücksichtigt die von Europa abweichenden Kundenwünschen bei Wandkalendern. Kanadier und Amerikaner erwarten unter dem Bild ein sehr großes Monatsraster zum händischen Eintragen von Terminen. Außerdem sind Druckereien in Mitteleuropa auf standardisierte DIN-Kalender eingerichtet. Der Produktionsprozess ist stark automatisiert und exakt getaktet, um eine effiziente Just-in-Time-Fertigung zu gewährleisten.

Das US-Doppel-DIN-Format benötigt einen erweiterten Produktionsprozess, der in angeschlossenen EU-Druckereien Mehraufwand verursachen würde. Da Europäer bei Wandkalendern kulturell anders geprägt sind, wären die Bestellmengen zu gering, um eine technische Anpassung wirtschaftlich zu rechtfertigen.
Wandkalender für Nordamerika werden direkt vor Ort produziert. Der Versand über den Atlantik und Import in die EU wäre langwierig und kostenintensiv.

  • Welche Möglichkeiten gibt es, meine eigenen Kalender zu bestellen?

Sie können Ihre eigenen Kalender direkt über Ihren CALVENDO-Account bestellen und erhalten pro Exemplar Ihr Honorar. Auf Neuerscheinungen gewähren wir 35 % Rabatt, gültig 14 Tage ab Veröffentlichung, ab einer Mindestbestellmenge von fünf Produkten, die beliebig kombiniert werden können. Für alle bestehenden Werke gilt jederzeit ein Rabatt von 20 %, ohne Mindestmenge.

Die Bestellung starten Sie in Ihrem Account unter „Meine Projekte“. Dort finden Sie am linken Rand den blauen Kasten „Top-Rabatte auf Autorenexemplare“ oder alternativ den Einkaufswagen-Button rechts neben Ihrem Projekt. Schritt für Schritt werden Sie durch den Bestellvorgang geführt. Weitere Informationen zu Liefer- und Versandbedingungen finden Sie hier: (Punkt 15).

Meist bieten wir im Herbst zum Auftakt der Saison Sonderaktionen an, bei denen Kalender und Puzzles zu vergünstigten Preisen erhältlich sind. Wir informieren unsere Autorenschaft darüber per Newsletter und über Hinweise im User-Account.
Autoren mit Wohnsitz in der Schweiz können ebenfalls Eigenbestellungen tätigen, wenn die Lieferung nach Deutschland erfolgt. Für Lieferungen direkt in die Schweiz ist eine Bestellung über Plattformen wie Buch24.de möglich, allerdings ohne Autorenrabatt.

Im Interview: Dieter Wilczek, unser Preisträger des Nordamerika-Award 2025

Dieter Wilczek hat mit seinem Werk „BAVARIAN ALPS – SCENIC VIEWS“ den CALVENDO-Nordamerika-Award 2025 in der Kategorie „Alpen & Bergwelten“ gewonnen. Ihm gelingt es in seinen Bildern die majestätischen und schroffen Berggipfel, aber auch die Schönheit und Frische der Almen und Bergseen einzufangen. Zwischen Lichtspiegelungen auf dem Wasser und Schnee auf den Gipfeln macht er die Alpen zu einem Sehnsuchtsort – eine visuelle Einladung zur Fernreise nach Mitteleuropa. Schätzungen zufolge besuchen jährlich etwa 2,5 bis 3 Millionen Nordamerikaner die Alpen in ihren Ferien.
Wir haben die Gelegenheit genutzt, Herrn Wilczek einige Fragen zu stellen.

Herr Wilczek, herzlichen Glückwunsch zu Ihrem Gewinn des Nordamerika-Awards! Welche Bedeutung hat dieser Preis für Sie – und haben Sie weitere Werke für den nordamerikanischen Markt veröffentlicht?
Dieser Preis und der Kalender haben für mich eine ganz persönliche Bedeutung – denn damit wird „die Brücke geschlagen“ zwischen zwei meiner „Bilderwelten“, die mich in meinem Fotografenleben besonders fasziniert haben:
Lag früher mein fotografischer Schwerpunkt ganz eindeutig auf dem nordamerikanischen Kontinent – so sind es in den letzten Jahren die Bayerischen Alpen in Oberbayern, die wir mit diesem CALVENDO-Kalender den Menschen in Nordamerika näher bringen.
Sie können sich also vorstellen, dass ich mich gleich doppelt gefreut habe, dass mein Kalender diesen Award gewonnen hat.

Ich glaube, dass auch in Nordamerika ein besonderes Interesse an Fotoprodukten mit alpenländischen Motiven besteht. Neben Tierkalendern – mit denen wir vor Jahren schon erfolgreich in Nordamerika gestartet sind – publiziere ich deshalb verstärkt auch Kalender über die Region „Oberbayern“: Wie z.B. meinen aktuellen Kalender mit dem Titel „Magic Moments in BAVARIA – Berchtesgaden„!

Ihre Leidenschaft für die Fotografie begann bereits in Ihrer Jugend. Was fasziniert Sie noch heute daran, dass Sie der Fotografie über all die Jahre treu geblieben sind?
Es war mein Vater, der mich schon in ganz jungen Jahren für die Fotografie begeistert hat. Er hat selbst viel fotografiert und seine Bilder in unserem Badezimmer dann auch selbst entwickelt. Ich war oft und gerne mit dabei – und da ist „der Funke übergesprungen“. Die Faszination war da und ist geblieben, bis heute!
Natürlich verändert sich die Technik – und dadurch eröffnen sich auch neue Möglichkeiten in der Fotografie. Das Essentielle für mich, ist aber geblieben: Persönliche Eindrücke und Emotionen mit der Kamera einzufangen und festzuhalten – diese als Bild zu gestalten – und dann mit anderen zu teilen.

Waren es früher die Besucher meiner „DIA-Multivisonsschauen“ an Volkshochschulen und im Auftrag von Reiseveranstaltern (wie z. B. der ADAC) – so sind es heute die Käufer meiner Kalender, die Besucher auf dieters-bilderwelten.de und die Follower auf Instagram, die Freude an meinen Bildern haben.

Sie nennen sich selbst Naturfotograf, während Freunde und Kollegen Sie eher als „Erlebnisfotograf“ sehen. Gibt es bestimmte Themen oder Motive, die Sie besonders reizen – vielleicht auch solche, die über klassische Naturfotografie hinausgehen?
Die Natur spielt für mich schon eine große Rolle. Aber tatsächlich war es nie EIN bestimmtes Thema was mich fotografisch besonders gereizt hat oder worauf ich mich beschränkt habe. Der Reiz war immer das „reale Leben“ mit all seinen Facetten – und meine Bilder zeigen, wie ich es erlebe. Der Begriff „Erlebnisfotograf“ passt also doch ziemlich gut und meine „Bilderwelten“ sind ja auch dementsprechend vielfältig: Monumentale Landschaften wie der Grand Canyon, die atemberaubende Wildnis Alaskas, malerische Seen in den bayerischen Alpen, die Pracht heimischer Gartenvögel – aber auch pulsierende Städte und kleine Dörfer oder auch Motorsport am Nürburgring. Alle meine Aufnahmen haben eines gemeinsam: nicht das Thema, sondern das Erlebnis in der jeweiligen Situation ist im Fokus meiner Fotografie.

Was war Ihr beeindruckendstes oder berührendstes Erlebnis in der Fotografie?
Ein Erlebnis herauszugreifen fällt mir wirklich sehr schwer. Aber da ist eine Begegnung, die mich besonders berührt hat und sicher nie mehr los lässt:
Es war eine Braunbärin mit ihrem Nachwuchs in Alaska im Katmai Nationalpark, als wir auf Bärenbeobachtung waren. Ich konnte aus sicherer Entfernung durch die Kamera miterleben, wie diese mächtige Bärenmutter sich liebevoll um ihre Jungen gekümmert und Ihnen das Fangen von Lachsen spielerisch beigebracht hat. So viel Lebensfreude, um in der Wildnis zu überleben …. ich war so ergriffen und fasziniert, dass ich beinahe vergessen hätte, den Auslöser zu drücken.

Was macht für Sie ein richtig gutes Foto aus? Haben Sie ein Lieblingsfoto?
Für mich ganz persönlich ist ein Foto dann richtig gut, wenn es entweder Emotionen transportiert – die Teil des Motivs sind und durch die Aufnahme in Szene gesetzt werden – oder, wenn das Bild individuelle Emotionen beim Betrachter weckt. Natürlich gibt es auch wichtige „fachliche“ Kriterien, wie Belichtung, Schärfe, Bildaufbau und das bewusste Einsetzen von Licht, Farben und Linien. Diese sind aber nur Mittel zum Zweck, um die emotionale Wirkung des Bildes zu schaffen.
Ein einziges Lieblingsfoto habe ich nicht, aber durchaus viele Aufnahmen, die mich ganz subjektiv emotional erreichen und mir persönlich viel bedeuten.

Sie sind seit ca. 10 Jahren Autor bei CALVENDO und haben zahlreiche Kalender, Puzzle und Leinwände veröffentlicht. Was reizt Sie daran?
Ja genau: 2015 habe ich bei CALVENDO meinen ersten Kalender publiziert – zufälliger Weise ein Motorsport Kalender.
Aber was reizt mich grundsätzlich an der Veröffentlichung meiner Bilder?
Als leidenschaftlicher Fotograf mache ich meine Aufnahmen zunächst einmal für mich selbst. Mir gefällt aber auch die Vorstellung, dass Aufnahmen von mir – in Form eines Kalenders, Leinwanddrucks oder Puzzles – in den Wohnungen und Häusern von anderen hängen, und diesen Menschen vielleicht ebenso gefallen und Freude machen wie mir!
Positive Rückmeldungen, Bewertungen und Verkaufszahlen sind dann natürlich die entsprechende Bestätigung – was mich immer wieder motiviert, weitere Themen und Kalenderprojekte zu realisieren. Mittlerweile gibt es ca. 100 verschiedene Kalender und ca. 150 weitere Fotoprodukte, die ich veröffentlicht habe. Gleich mehrere der Kalender wurden schon in die edle „GOLD Edition“ aufgenommen, worauf ich ehrlich gesagt auch ein wenig stolz bin.

Können Sie etwas über Ihre Erfahrungen mit CALVENDO erzählen? Welche Vorteile sehen Sie in der Zusammenarbeit?
Der entscheidende Vorteil bei der Zusammenarbeit mit CALVENDO ist für mich persönlich, dass ich mich voll und ganz auf die Fotografie und Gestaltung des Kalenders konzentrieren kann. Alle anderen Themen im Zuge der Veröffentlichung – wie z. B. ISBN, Listung im Handel, Werbung, Produktion, Verkaufslogistik sowie die Schaffung von Vertriebsmöglichkeiten im In- und Ausland – übernimmt der Verlag.
Bei Fragen und Problemen rund um die Kalendererstellung gibt es den Support, der bei Bedarf unterstützt und sich um Lösungen kümmert.
Hilfreich bei der Ideenfindung für neue Kalenderprojekte ist auch die Verlagsliste mit gesuchten oder auch überbesetzten Themen.
Die Honorar-Abrechnung kommt pünktlich und ist gut nachvollziehbar. Nur das Honorar für den Autor selbst könnte durchaus etwas höher ausfallen, denn ohne uns Autoren gäbe es auch keine Kalenderprojekte bei Calvendo.
Unterm Strich ist für mich die Zusammenarbeit mit Calvendo eine „Win-Win-Partnerschaft“ die gut funktioniert

Haben Sie selbst Schritte unternommen, um Ihre Werke bei Zielgruppen bekannt zu machen? Und welches Feedback haben Sie aus Ihrem beruflichen oder privaten Umfeld erhalten?
Selbstverständlich findet man meine Kalender und Produkte auf meiner Webseite dieters-bilderwelten.de. Und ich nutze auch Pinterest (Dieters BilderWelten / dietersbilder) und Instagram (@dietersbilderwelten), um meine Aufnahmen und insbesondere Kalenderprojekte einem möglichst breiten Publikum weltweit zu präsentieren. Die Resonanz ist durchweg sehr positiv, was mich natürlich sehr freut und mich darin bestätigt, welche Themen und Aufnahmen ich veröffentliche. Dieses Feedback ist mir sehr wichtig.

Welche Tipps würden Sie Einsteigern mit auf den Weg geben, die einen eigenen Kalender gestalten oder veröffentlichen möchten?
Der Schlüssel zum eigenen veröffentlichten Kalender ist ohne Zweifel die Idee bzw. das Thema. Danach kommt natürlich das Wesentliche: die entsprechenden Aufnahmen, die das Thema transportieren.

Glaubt man eine gute Idee oder gar schon die dazu passenden Aufnahmen zu haben, hat man schon mindestens „die halbe Miete“. An dieser Stelle aber mein Tipp: Jetzt zuerst gründlich recherchieren – dann Arbeit investieren!
Nichts ist frustrierender, als mit viel Herzblut ein themenspezifisches Fotoshooting zu machen und Kalenderprojekt auszuarbeiten, um erst danach festzustellen, dass eine Veröffentlichung gar nicht möglich oder zumindest nicht erfolgversprechend ist – da das Thema bereits entsprechend publiziert wurde.
War die Recherche erfolgreich, dann empfehle ich die Infothek auf der CALVENDO Homepage, denn hier findet man hilfreiche Tipps und Tutorials für die erfolgreiche technische Umsetzung des Kalenderprojektes – ideal für Einsteiger.

An welchen Projekten arbeiten Sie derzeit? Planen Sie neue Projekte bei CALVENDO – falls ja, dürfen Sie schon etwas verraten?
Ich glaube die Impulse für neue Kalender-Projekte gehen mir nicht aus, denn geeignetes Bildmaterial ist reichlich vorhanden und die Kamera ist mein ständiger Begleiter. Konkret in Arbeit ist ein weiterer Motorsport-Kalender und es gibt noch einige Aufnahmen von Erlebnissen meiner Canada-Reisen, die besonders gerne auf ein Kalenderblatt möchten.

Herzlichen Dank für das Gespräch, Herr Wilczek! Und wir sind schon sehr gespannt auf Ihre neuen Kalender!

Zum kompletten Portfolio von Dieter Wilczek bei CALVENDO

So gelangen Sie und Ihre Werke in die Presse!

Ein Erfahrungsbericht von unserem Autor Jean-Louis Glineur

Mit seiner Pressearbeit  kann der gebürtige Belgier Jean-Louis Glineur schon seit Jahren zahlreiche Erfolge verzeichnen. Immer wieder berichten regionale Zeitungen und Magazine (Online und Print) über ihn und seine Kalenderwerke. Wir haben ihn daher nach seiner Vorgehensweise und seinen Tipps gefragt.

Wie machen Sie das nur, Herr Glineur?

Jean-Louis Glineur: „Als der CALVENDO Verlag im Herbst 2016 meine ersten Kalender für das Folgejahr veröffentlichte, wusste ich noch nicht, was mich erwartet. Aber das erste „To do“ auf meiner Liste war, diversen Medien, zunächst auf regionaler Ebene, eine Presseinformation zu mailen. Nun, einige Jahre später habe ich eine Vielzahl von Kalendern bei CALVENDO im Sortiment und ich habe immer wieder auf den Eindruck, dass der eine oder andere Fotograf oder Künstler ein wenig gehemmt ist, sich „klipp und klar“ zu präsentieren. Mit „klipp und klar“ meine ich den Mut, sich nicht unter Wert zu verkaufen – weder die eigenen Werke noch sich selbst als Person. Ich selbst bin mit meinem Vorgehen immer sehr gut gefahren, d.h. jedes Jahr unterstützen mich mehrere Print- und Onlinemedien.“

Tipps zu Bildern für PR-Artikel
Natürlich kann man die Coverbilder seiner veröffentlichten Kalender als Bilddatei zu einem Text hinzufügen, aber das wirkt teils steif oder es werden aus Platzgründen nur ein oder zwei Abbildungen berücksichtigt. Ich kann daher nur empfehlen, aus einer Vielzahl von Coverbildern eine Collage zu erstellen. Diese ist ein grundsätzlicher Bestandteil meiner Pressinformationen.“

Kalenderwerke von Jean-Louis Glineur

Kalenderwerke von Jean-Louis Glineur

„Mit diesen etwas locker kombinierten Titelblättern ist die erste Hürde genommen. Ein Bild bedeutet: neun Kalender auf einen Streich. So können einzelne Werke wegen Platzmangel gar nicht gestrichen werden. Ich gehe aber gerne noch einen Schritt weiter und nutze Hintergründe aus eigenen Fotos oder meiner Digital Arts, die teilweise auch in meinen Kalendern abgebildet sind. Einige Bilder als großformatige Leinwände oder Fotodruck fallen sofort ins Auge. Und eines darf nicht vergessen werden: Der Kalenderautor gehört mit auf das Bild!“

Jean-Louis Glineur und seine Werke

Jean-Louis Glineur und seine Werke

„In meinem Beispiel spielt Motorsport durchaus eine Rolle, so dass ich den Hintergrund mit einer Digital Art von Lewis Hamilton für den Kalender „Ein Leben am Limit“ gestaltet habe. Der passende Kalender ist unten links zu sehen und wird Motorsportinteressierte ansprechen. Da ich aber vor allem auf einige Fotokalender über Kälber und Waschbären setze, gehören sie einfach in die Hände des CALVENDO-Autors auf dem Bild. Nicht unterschätzen sollte man hierbei, dass Titel wie „Kälber auf Eifeler Wiesen“ natürlich ein echter Türöffner bei lokalen Redaktionen sind. Ob es Dörfer, Landleben oder Tiere betrifft, der Zusatz „…in der Eifel“ macht die Produkte lokal bzw. regional interessant. Eine Alternative für die Präsentation von Kalendern zeigt das nächste Bild. Fast schon simpel ist es, diverse Titelbilder der Kalender auf einer günstigen weißen Leinwand zu befestigen. Denn: Wenn der Fotograf oder Künstler Teil des Bildes ist, bevorzugen die Redaktionen nach meiner Erfahrung ein Foto mit dem Autor. In beiden Fällen sind beide Kriterien erfüllt.“

Kalender von Jean-Louis Glineur

Kalender von Jean-Louis Glineur

„Bei dem Kalenderthema Auto oder Motorsport ist der ganz Aufwand nicht nötig. Zeitschriften wie z.B. Auto, Motor und Sport verwenden ggf. nur das Titelbild und einen extrem kurzen Text. Einen Versuch ist es trotzdem wert. Bei anderen Kalenderthemen könnte es sich ähnlich verhalten.“

Tipps zur Textgestaltung von PR-Artikeln
„Hier geht es zu einem Beispiel einer Pressinformation für meine 2021er Kalender. Und wer hat den Text geschrieben? Ich selbst!
Fakt ist, dass auch Redaktionen nicht abgeneigt sind, einen bereits vorgefassten Text ganz oder u.U. auch gekürzt zu übernehmen. Auch hier gilt: Verkaufen Sie sich bitte nicht unter Wert! Persönlich komme ich bei den Formulierungen am besten zurecht, wenn ich so tue, als ob ich über einen Dritten schreibe. Und sich selbst das eine oder andere Zitat in den Mund zu legen, lockert den Text zusätzlich auf. Im Beispiel der Eifeler-Presse-Agentur wurde mein vorgefasster Text nahezu unverändert und minimal gekürzt übernommen. Ich nutze aber auch noch alternative Texte, die ich selbst extrem kürze und stauche, wenn ich die Erfahrung gemacht habe, dass ein bestimmtes Printmedium weniger Platz offenhält. Und wenn es sich um das Thema Autos oder Motorsport dreht, kann man den Waschbär und das Kälbchen natürlich streichen. Das Foto sollte dann natürlich auch nur mit thematisch passenden Motiven ausgestattet sein.

Tipps zur Recherche nach geeigneten Medien
„Bei der Suche nach Redaktionen berücksichtige ich zunächst die örtliche Presse. Die Tageszeitung mit ihrer Lokalredaktion ist  immer die erste und sehr gute Adresse, aber es gibt überall auch kostenlose Wochenblätter und Gratismagazine mit viel Werbung und zusätzlicher Berichterstattung. In meiner Region heißen diese u.a. Wochenspiegel, SuperSonntag oder Eifel Pur. Selbst wenn Kalenderthemen nicht mit regionalen Themen behaftet sind, kenne ich die Redaktionen als offenherzig, denn der Autor ist ja „immerhin aus der Region“.
Und wer zum Beispiel in Aachen lebt und einen Kalender mit Kirchen und Wegekreuzen entwirft, gehört fast schon „über’s Knie gelegt“, wenn er vergisst der Kirchenzeitung Aachen eine Presseinformation zu senden.

Das beschreibt meine bisher meist ganz erfolgreiche Vorgehensweise. „Meist“ bedeutet, dass es auch eine Redaktion gibt, die ich immer recht erfolglos anschreibe, aber diese ist zum Glück die absolute Ausnahme.“

Herr Glineur, wir danken Ihnen für Ihren tollen Beitrag!

Zu den Werken von Jean Louis Glineur bei CALVENDO.