Mit KI-Videos für eigene Kalender und Puzzle werben

Wie lassen sich Kalender und Puzzles auf Social Media aufmerksamkeitsstark präsentieren, auch ohne großes Budget oder aufwendige Videoproduktion? CALVENDO-Autorin Cristina Melas zeigt, wie sie mithilfe von KI kurze Werbevideos für Instagram erstellt. Im Interview gibt sie praktische Einblicke in ihren Arbeitsablauf und teilt ihre Tipps für den Einstieg.

Frau Melas, Sie haben schon einige KI-generierte Werbevideos für Ihre Kalender und Puzzle erstellt. Wie sind Sie auf die Idee gekommen, Ihre Produkte auf diese Weise zu präsentieren?
Ein Kalender lebt von Emotion – man muss die Haptik, die Farben und die Stimmung eines Motivs spüren können, und ein einzelnes Produktfoto schafft das nur bedingt.

Ich habe gemerkt, dass ein kurzes, bewegtes Bild auf Instagram viel eher hängen bleibt und Lust macht, genauer hinzuschauen. Gleichzeitig fehlen mir die Zeit, das Budget und das Equipment für klassische Videoproduktionen. KI-Werbevideos sind für mich die logische Brücke: professionell wirkende Bewegtbilder, die ich neben allem anderen im Alltag realistisch in kurzer Zeit selbst produzieren kann. Ein Video-Reel hat für mich auf Instagram mehrere handfeste Vorteile: Reichweite, Sichtbarkeit und Engagement, Storytelling-Möglichkeiten, vielseitige Platzierung sowie ein langfristiger Effekt.

Welche KI-Programme und Tools nutzen Sie für die Erstellung Ihrer Videos? Welche Kosten entstehen dabei und welche technischen Voraussetzungen sind erforderlich?
Ich arbeite mit der App Zeely, einem KI-Marketing-Tool, das ursprünglich für den Ad-Bereich entwickelt wurde, sich aber hervorragend für organische Instagram-Inhalte zweckentfremden lässt. Zeely erstellt aus Produktfotos oder einem Produktlink automatisch sprechende Videos mit KI-Skripten und KI-Avataren, inklusive Musikunterlegung. Technisch braucht es nicht mehr als ein Smartphone und die App; das Modell läuft über ein Abonnement, dessen Umfang sich nach Nutzung und gewünschten Zusatzfunktionen wie dem Ad-Launch richtet. Für mich als Kalender- und Puzzleautorin reicht dabei bereits der Basisumfang, um Videos für die eigene Instagram-Präsenz zu erstellen. Auch Google AI Plus ca. $4.99 bis $7.99/Monat enthält u. a. Videogenerierung.  

Wie entsteht ein solches Werbevideo konkret? Können Sie uns den Ablauf von der ersten Idee bis zum fertigen Video kurz beschreiben? Wie integrieren Sie dabei Ihre Kalender oder Puzzles in das Video?
Am Anfang steht immer das Produkt selbst: Ich fotografiere den Kalender oder das Puzzle – etwa ein Motiv aus meiner Dackel-Glück-Linie – in einer schönen Umgebung, auf dem Schreibtisch, im Wohnzimmer oder als Detailaufnahme der Haptik. Ein Mock-up geht auch. Diese Bilder lade ich in Zeely hoch und wähle daraus ein KI-generiertes Skript, das die Vorzüge des Produkts erklärt oder gebe den Text selbst ein: die Motivauswahl, die Druckqualität, den Geschenkgedanken. Dazu kommt ein KI-Avatar, der den Text spricht, sowie passende Musik. Anschließend feile ich am Wording, damit es zu meiner Marke passt, und rendere das fertige Video. Zum Schluss schneide ich es für das jeweilige Instagram-Format – Reel oder Story – zurecht und ergänze eigene Bildunterschriften mit Bezug zu meiner selbst entworfenen Webseite www.cristinamelas.ch oder dem Calvendo Online-Shop und den Hashtags.

Wie wichtig ist der richtige Prompt für das Ergebnis? Haben Sie Tipps entwickelt, wie sich besonders gute Ergebnisse erzielen lassen?
Sehr wichtig – die KI kann nur so gut sein wie die Informationen, die sie bekommt. Je konkreter ich das Produkt beschreibe, desto treffender wird das Skript: Statt „schöner Kalender“ schreibe ich lieber „A3-Wandkalender mit Dackelmotiven, ideal als Geschenk für Hundeliebhaber, hochwertiges Bilderdruckpapier“. Auch beim Avatar und beim Ton lohnt es sich, mehrere Varianten zu testen, denn nicht jede Stimme oder jedes Tempo passt zur eigenen Markenstimmung. Mein wichtigster Tipp: die KI liefert einen guten Rohentwurf, aber den letzten Feinschliff wie z.B. die persönliche Note oder den Bezug zur eigenen Geschichte sollte man immer selbst ergänzen.

Wie viel Zeit benötigen Sie durchschnittlich für ein fertiges Video?
Von den ersten Produktfotos bis zum fertigen, veröffentlichungsreifen Video vergehen bei mir meist zwischen 30 und 45 Minuten. Das eigentliche Rendern in der App dauert nur wenige Minuten, den größeren Teil der Zeit investiere ich ins Fotografieren des Produkts und ins Feintuning von Text. Im Vergleich zu einer klassischen Videoproduktion mit Kamera, Schnittprogramm und eigenem Sprechertext ist das ein Bruchteil des Aufwands. Klassische Produktionen kosten schnell mehrere hundert bis tausende Franken pro Video. KI-generierte Social-Media-Videos sind oft fast kostenlos und können in Minuten generiert werden. Kein Warten auf Wetter, Licht oder Verfügbarkeit von Personen.

Was funktioniert bei KI-generierten Werbevideos aus Ihrer Erfahrung besonders gut – und wo stoßen die Programme noch an ihre Grenzen?
Besonders gut funktioniert die Geschwindigkeit: Ich kann eine Idee haben und nach kurzer Zeit ist mein Video bereits online zu sehen. Auch die KI-Avatare wirken mittlerweile erstaunlich natürlich und schaffen die persönliche, vertrauensvolle Ansprache, die ich mir für meine Marke wünsche. An Grenzen stößt die Technik dort, wo es um sehr feine Details geht – etwa die exakte Wiedergabe von Wörtern in deutscher Sprache und Emotionen wiederzugeben. Auch Farbnuancen eines Drucks oder die Haptik eines Puzzles lassen sich per Video ohnehin nur begrenzt vermitteln. Das Skript braucht fast immer eine redaktionelle Nachbearbeitung, damit es nach mir und meiner Marke klingt und nicht nach einer generischen Werbeaussage. Für ein professionelles Marken-Reel sind KI-Videos nicht immer ideal. Ich bin jedoch überzeugt, dass das in Zukunft auch verbessert wird.

Sie setzen Ihre Videos auf Instagram ein. Nutzen Sie auch andere Plattformen? Haben Sie bereits festgestellt, welche Arten von Videos oder welche Inhalte bei den Betrachtern besonders gut ankommen?
Instagram ist meine Hauptplattform, unter @cristinamelas_calendarauthor. Ich teile dort regelmäßig Einblicke in meine Arbeit und präsentiere meine Produkte. Mir fehlt die Zeit um alle Social Media Kanäle professionell zu bewirtschaften. Instagram eignet sich für mich am besten. Ich kann Posts auch direkt an potenzielle Käufer:innen als Nachricht schicken. Ich habe beobachtet, dass am besten Inhalte ankommen, die einen echten Entstehungsprozess zeigen – wie ein Kalendermotiv von der Bildidee bis zum gedruckten Produkt entsteht – sowie kurze, emotionale Clips, die den Geschenkgedanken transportieren: der Kalender im weihnachtlichen Wohnzimmer, das Puzzle als gemeinsame Familienaktivität, der Tischkalender als Blickfang im Büro. Solche Videos wecken deutlich mehr Interaktion als reine Produktabbildungen. Auch nehme ich meine Followers mit auf meine nächste Ferienreise, indem ich vor Ort Bilder teile und den Entstehungsprozess zeigen werde. Quasi von der Idee zur Verwirklichung eines Kalenderprojektes. Denn gerade bei einem «Behind-the-Scenes»-Ansatz kann ich Authentizität vermitteln.

Haben Sie den Eindruck, dass die Videos die Aufmerksamkeit für Ihre Produkte erhöhen? Gibt es Reaktionen, Klicks oder vielleicht sogar Verkäufe, die Sie auf Ihre Videowerbung zurückführen können?
Ja, absolut. Seit ich Videos einsetze, beobachte ich mehr Interaktionen unter den Beiträgen. Klicks in Richtung meiner Webseite kann ich noch nicht bewerten und Verkäufe über den Calvendo-Shop kann ich nicht nachverfolgen. Ein Bewegtbild schafft einfach mehr Aufmerksamkeit im Feed als ein Standbild. Das zahlt direkt auf mein eigentliches Ziel ein: mit meinen Kalendern echte Freude und Inspiration zu schenken – im Büro, zu Hause, als Geschenk zum Geburtstag oder zu Weihnachten, aber auch als Zeichen der Wertschätzung, das Firmen ihren Mitarbeitenden und Kundinnen und Kunden machen können.

Welche Tipps würden Sie anderen Autorinnen und Autoren geben, die zum ersten Mal ein KI-Werbevideo für ihre eigenen Produkte erstellen möchten?
Einfach anfangen und nicht auf Perfektion warten – die Tools sind so benutzerfreundlich, dass ein erstes Video oft schon nach wenigen Minuten fertig ist. Wichtig ist, gute Ausgangsfotos zu haben, denn davon hängt die Qualität des gesamten Videos ab. Und bedenken Sie: Das KI-Skript ist ein Ausgangspunkt, kein Endergebnis. Die eigene Stimme und die persönliche Geschichte hinter dem Produkt sollten immer erhalten bleiben, sonst wirkt der Auftritt austauschbar. Zuletzt würde ich empfehlen, verschiedene Formate auszuprobieren und genau zu beobachten, was bei der eigenen Community ankommt. Die KI verbessert sich rasant, und in ein paar Wochen kann schon wieder alles anders und professioneller sein. Wichtig ist, dass man mit der Zeit geht und sich mit der KI vertraut macht. So hat man die Chance, neue Wege zu gehen und Bewährtes zu integrieren.

Sie haben über Jahre diverse Kalenderprojekte über CALVENDO veröffentlicht. Was reizt Sie an der Zusammenarbeit mit CALVENDO? Können Sie unseren Lesern etwas über Ihre Erfahrungen erzählen?
CALVENDO nimmt mir den gesamten Produktions- und Logistikteil ab, sodass ich mich auf das konzentrieren kann, was ich neben meinem Beruf am liebsten mache: Motive kuratieren und Kalender gestalten. Besonders schätze ich die exzellente Druckqualität mit brillanten Farben auf hochwertigem Bilderdruckpapier, die nachhaltige Produktion im Print-on-Demand-Verfahren ohne Überproduktion, die internationale Verfügbarkeit über CALVENDO, Amazon, eBay und den stationären Buchhandel per ISBN sowie die Möglichkeit, Kalenderprojekte in verschiedenen Sprachen zu veröffentlichen. So erreichen meine Kalender – und mittlerweile auch Puzzles und Wandkunst – weit über die Schweiz hinaus Menschen: vom privaten Zuhause bis ins Büro, als Geschenk für die Familie oder als Wertschätzungsgeste von Unternehmen gegenüber ihren Mitarbeitenden und Kundinnen und Kunden. An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei allen Mitarbeiter:innen von CALVENDO für die stets freundliche und gute Zusammenarbeit bei der Entstehung eines Projekts bedanken.

Herzlichen Dank für das Gespräch, Frau Melas! Und wir sind schon sehr gespannt auf Ihre weiteren Werke und Videos!
Zu weiteren Instagram-Videos von Cristina Melas
Zum Portfolio von Cristina Melas bei CALVENDO

Im Interview: Dieter Wilczek, unser Preisträger des Nordamerika-Award 2025

Dieter Wilczek hat mit seinem Werk „BAVARIAN ALPS – SCENIC VIEWS“ den CALVENDO-Nordamerika-Award 2025 in der Kategorie „Alpen & Bergwelten“ gewonnen. Ihm gelingt es in seinen Bildern die majestätischen und schroffen Berggipfel, aber auch die Schönheit und Frische der Almen und Bergseen einzufangen. Zwischen Lichtspiegelungen auf dem Wasser und Schnee auf den Gipfeln macht er die Alpen zu einem Sehnsuchtsort – eine visuelle Einladung zur Fernreise nach Mitteleuropa. Schätzungen zufolge besuchen jährlich etwa 2,5 bis 3 Millionen Nordamerikaner die Alpen in ihren Ferien.
Wir haben die Gelegenheit genutzt, Herrn Wilczek einige Fragen zu stellen.

Herr Wilczek, herzlichen Glückwunsch zu Ihrem Gewinn des Nordamerika-Awards! Welche Bedeutung hat dieser Preis für Sie – und haben Sie weitere Werke für den nordamerikanischen Markt veröffentlicht?
Dieser Preis und der Kalender haben für mich eine ganz persönliche Bedeutung – denn damit wird „die Brücke geschlagen“ zwischen zwei meiner „Bilderwelten“, die mich in meinem Fotografenleben besonders fasziniert haben:
Lag früher mein fotografischer Schwerpunkt ganz eindeutig auf dem nordamerikanischen Kontinent – so sind es in den letzten Jahren die Bayerischen Alpen in Oberbayern, die wir mit diesem CALVENDO-Kalender den Menschen in Nordamerika näher bringen.
Sie können sich also vorstellen, dass ich mich gleich doppelt gefreut habe, dass mein Kalender diesen Award gewonnen hat.

Ich glaube, dass auch in Nordamerika ein besonderes Interesse an Fotoprodukten mit alpenländischen Motiven besteht. Neben Tierkalendern – mit denen wir vor Jahren schon erfolgreich in Nordamerika gestartet sind – publiziere ich deshalb verstärkt auch Kalender über die Region „Oberbayern“: Wie z.B. meinen aktuellen Kalender mit dem Titel „Magic Moments in BAVARIA – Berchtesgaden„!

Ihre Leidenschaft für die Fotografie begann bereits in Ihrer Jugend. Was fasziniert Sie noch heute daran, dass Sie der Fotografie über all die Jahre treu geblieben sind?
Es war mein Vater, der mich schon in ganz jungen Jahren für die Fotografie begeistert hat. Er hat selbst viel fotografiert und seine Bilder in unserem Badezimmer dann auch selbst entwickelt. Ich war oft und gerne mit dabei – und da ist „der Funke übergesprungen“. Die Faszination war da und ist geblieben, bis heute!
Natürlich verändert sich die Technik – und dadurch eröffnen sich auch neue Möglichkeiten in der Fotografie. Das Essentielle für mich, ist aber geblieben: Persönliche Eindrücke und Emotionen mit der Kamera einzufangen und festzuhalten – diese als Bild zu gestalten – und dann mit anderen zu teilen.

Waren es früher die Besucher meiner „DIA-Multivisonsschauen“ an Volkshochschulen und im Auftrag von Reiseveranstaltern (wie z. B. der ADAC) – so sind es heute die Käufer meiner Kalender, die Besucher auf dieters-bilderwelten.de und die Follower auf Instagram, die Freude an meinen Bildern haben.

Sie nennen sich selbst Naturfotograf, während Freunde und Kollegen Sie eher als „Erlebnisfotograf“ sehen. Gibt es bestimmte Themen oder Motive, die Sie besonders reizen – vielleicht auch solche, die über klassische Naturfotografie hinausgehen?
Die Natur spielt für mich schon eine große Rolle. Aber tatsächlich war es nie EIN bestimmtes Thema was mich fotografisch besonders gereizt hat oder worauf ich mich beschränkt habe. Der Reiz war immer das „reale Leben“ mit all seinen Facetten – und meine Bilder zeigen, wie ich es erlebe. Der Begriff „Erlebnisfotograf“ passt also doch ziemlich gut und meine „Bilderwelten“ sind ja auch dementsprechend vielfältig: Monumentale Landschaften wie der Grand Canyon, die atemberaubende Wildnis Alaskas, malerische Seen in den bayerischen Alpen, die Pracht heimischer Gartenvögel – aber auch pulsierende Städte und kleine Dörfer oder auch Motorsport am Nürburgring. Alle meine Aufnahmen haben eines gemeinsam: nicht das Thema, sondern das Erlebnis in der jeweiligen Situation ist im Fokus meiner Fotografie.

Was war Ihr beeindruckendstes oder berührendstes Erlebnis in der Fotografie?
Ein Erlebnis herauszugreifen fällt mir wirklich sehr schwer. Aber da ist eine Begegnung, die mich besonders berührt hat und sicher nie mehr los lässt:
Es war eine Braunbärin mit ihrem Nachwuchs in Alaska im Katmai Nationalpark, als wir auf Bärenbeobachtung waren. Ich konnte aus sicherer Entfernung durch die Kamera miterleben, wie diese mächtige Bärenmutter sich liebevoll um ihre Jungen gekümmert und Ihnen das Fangen von Lachsen spielerisch beigebracht hat. So viel Lebensfreude, um in der Wildnis zu überleben …. ich war so ergriffen und fasziniert, dass ich beinahe vergessen hätte, den Auslöser zu drücken.

Was macht für Sie ein richtig gutes Foto aus? Haben Sie ein Lieblingsfoto?
Für mich ganz persönlich ist ein Foto dann richtig gut, wenn es entweder Emotionen transportiert – die Teil des Motivs sind und durch die Aufnahme in Szene gesetzt werden – oder, wenn das Bild individuelle Emotionen beim Betrachter weckt. Natürlich gibt es auch wichtige „fachliche“ Kriterien, wie Belichtung, Schärfe, Bildaufbau und das bewusste Einsetzen von Licht, Farben und Linien. Diese sind aber nur Mittel zum Zweck, um die emotionale Wirkung des Bildes zu schaffen.
Ein einziges Lieblingsfoto habe ich nicht, aber durchaus viele Aufnahmen, die mich ganz subjektiv emotional erreichen und mir persönlich viel bedeuten.

Sie sind seit ca. 10 Jahren Autor bei CALVENDO und haben zahlreiche Kalender, Puzzle und Leinwände veröffentlicht. Was reizt Sie daran?
Ja genau: 2015 habe ich bei CALVENDO meinen ersten Kalender publiziert – zufälliger Weise ein Motorsport Kalender.
Aber was reizt mich grundsätzlich an der Veröffentlichung meiner Bilder?
Als leidenschaftlicher Fotograf mache ich meine Aufnahmen zunächst einmal für mich selbst. Mir gefällt aber auch die Vorstellung, dass Aufnahmen von mir – in Form eines Kalenders, Leinwanddrucks oder Puzzles – in den Wohnungen und Häusern von anderen hängen, und diesen Menschen vielleicht ebenso gefallen und Freude machen wie mir!
Positive Rückmeldungen, Bewertungen und Verkaufszahlen sind dann natürlich die entsprechende Bestätigung – was mich immer wieder motiviert, weitere Themen und Kalenderprojekte zu realisieren. Mittlerweile gibt es ca. 100 verschiedene Kalender und ca. 150 weitere Fotoprodukte, die ich veröffentlicht habe. Gleich mehrere der Kalender wurden schon in die edle „GOLD Edition“ aufgenommen, worauf ich ehrlich gesagt auch ein wenig stolz bin.

Können Sie etwas über Ihre Erfahrungen mit CALVENDO erzählen? Welche Vorteile sehen Sie in der Zusammenarbeit?
Der entscheidende Vorteil bei der Zusammenarbeit mit CALVENDO ist für mich persönlich, dass ich mich voll und ganz auf die Fotografie und Gestaltung des Kalenders konzentrieren kann. Alle anderen Themen im Zuge der Veröffentlichung – wie z. B. ISBN, Listung im Handel, Werbung, Produktion, Verkaufslogistik sowie die Schaffung von Vertriebsmöglichkeiten im In- und Ausland – übernimmt der Verlag.
Bei Fragen und Problemen rund um die Kalendererstellung gibt es den Support, der bei Bedarf unterstützt und sich um Lösungen kümmert.
Hilfreich bei der Ideenfindung für neue Kalenderprojekte ist auch die Verlagsliste mit gesuchten oder auch überbesetzten Themen.
Die Honorar-Abrechnung kommt pünktlich und ist gut nachvollziehbar. Nur das Honorar für den Autor selbst könnte durchaus etwas höher ausfallen, denn ohne uns Autoren gäbe es auch keine Kalenderprojekte bei Calvendo.
Unterm Strich ist für mich die Zusammenarbeit mit Calvendo eine „Win-Win-Partnerschaft“ die gut funktioniert

Haben Sie selbst Schritte unternommen, um Ihre Werke bei Zielgruppen bekannt zu machen? Und welches Feedback haben Sie aus Ihrem beruflichen oder privaten Umfeld erhalten?
Selbstverständlich findet man meine Kalender und Produkte auf meiner Webseite dieters-bilderwelten.de. Und ich nutze auch Pinterest (Dieters BilderWelten / dietersbilder) und Instagram (@dietersbilderwelten), um meine Aufnahmen und insbesondere Kalenderprojekte einem möglichst breiten Publikum weltweit zu präsentieren. Die Resonanz ist durchweg sehr positiv, was mich natürlich sehr freut und mich darin bestätigt, welche Themen und Aufnahmen ich veröffentliche. Dieses Feedback ist mir sehr wichtig.

Welche Tipps würden Sie Einsteigern mit auf den Weg geben, die einen eigenen Kalender gestalten oder veröffentlichen möchten?
Der Schlüssel zum eigenen veröffentlichten Kalender ist ohne Zweifel die Idee bzw. das Thema. Danach kommt natürlich das Wesentliche: die entsprechenden Aufnahmen, die das Thema transportieren.

Glaubt man eine gute Idee oder gar schon die dazu passenden Aufnahmen zu haben, hat man schon mindestens „die halbe Miete“. An dieser Stelle aber mein Tipp: Jetzt zuerst gründlich recherchieren – dann Arbeit investieren!
Nichts ist frustrierender, als mit viel Herzblut ein themenspezifisches Fotoshooting zu machen und Kalenderprojekt auszuarbeiten, um erst danach festzustellen, dass eine Veröffentlichung gar nicht möglich oder zumindest nicht erfolgversprechend ist – da das Thema bereits entsprechend publiziert wurde.
War die Recherche erfolgreich, dann empfehle ich die Infothek auf der CALVENDO Homepage, denn hier findet man hilfreiche Tipps und Tutorials für die erfolgreiche technische Umsetzung des Kalenderprojektes – ideal für Einsteiger.

An welchen Projekten arbeiten Sie derzeit? Planen Sie neue Projekte bei CALVENDO – falls ja, dürfen Sie schon etwas verraten?
Ich glaube die Impulse für neue Kalender-Projekte gehen mir nicht aus, denn geeignetes Bildmaterial ist reichlich vorhanden und die Kamera ist mein ständiger Begleiter. Konkret in Arbeit ist ein weiterer Motorsport-Kalender und es gibt noch einige Aufnahmen von Erlebnissen meiner Canada-Reisen, die besonders gerne auf ein Kalenderblatt möchten.

Herzlichen Dank für das Gespräch, Herr Wilczek! Und wir sind schon sehr gespannt auf Ihre neuen Kalender!

Zum kompletten Portfolio von Dieter Wilczek bei CALVENDO

So gelangen Sie und Ihre Werke in die Presse!

Ein Erfahrungsbericht von unserem Autor Klaus Eppele

Der Diplominformatiker Klaus Eppele hat sein Hobby zum Beruf gemacht! Mit seiner Pressearbeit kann der Fotograf und Autor aus Karlsruhe schon seit Jahren zahlreiche Erfolge verzeichnen. Immer wieder berichten regionale Zeitungen und Magazine – Online und Print – über seine Kalenderwerke, seine Bücher und Ausstellungen. Wir haben ihn daher nach seiner Vorgehensweise und seinen Tipps gefragt.

Herr Eppele, wie machen Sie das nur? Planen Sie Ihre PR-Arbeit über das Jahr hinweg? Oder gibt es bestimmte Zeiten, in denen Sie besonders aktiv sind?

Klaus Eppele: Ich schicke immer dann eine Meldung raus, wenn es etwas zu melden gibt. Allerdings machen Pressemeldungen für Kalender am meisten Sinn gegen Ende des Jahres. Aber dann sollten die Meldungen auch schon im Oktober raus gehen, weil viele Medien gerne schon im Novemberheft über neue Kalender berichten. Wenn ich aber zum Beispiel auf eine neue Foto-Ausstellung hinweisen will, dann muss das so rechtzeitig passieren, dass die Meldung noch vor Beginn der Ausstellung erscheinen kann. Also für monatlich erscheinende Medien schon am Anfang des Monats vor der Vernissage.

Welche Tipps haben Sie für die Recherche nach geeigneten Medien und für die Kontaktaufnahme mit Redaktionen?

Klaus Eppele: Ich schreibe alle lokalen Medien an. Aber ich hake nicht nach. Zusätzlich suche ich mir Fachzeitschriften passend zum entsprechenden Thema aus. Beispielsweise habe ich meine Pressemeldung zu meinem aktuellen Kunstkalender Fotos | Farbe | Fantasie, der übermalte Fotografien zeigt, auch an alle Fotozeitschriften und Kunstzeitschriften geschickt. Im letzten Jahr, als ich das mit meinem Kalender „Fotos4you“ gemacht habe, hat das dazu geführt, dass die Fotozeitschriften d-pixx, DVF-Journal und Digitalphoto zum Teil auf einer ganzen Seite über den Kalender und meine Fotos berichtet haben.

Kalenderprojekte von Klaus Eppele

Wie pflegen Sie die Kontakte zu Redaktionen und Journalisten langfristig? Gibt es spezielle Tipps, um solche Kontakte nachhaltig aufzubauen?

Klaus Eppele: Da ich schon viele Jahre Pressearbeit mache und hier in der Region auch viel als Fotograf bei verschiedenen Veranstaltungen unterwegs bin, habe ich inzwischen viele wichtige Ansprechpartner der lokalen Medien kennen gelernt. Das macht die Sache selbstverständlich einfacher. Ein Online-Medium bietet regelmäßig Verlosungen an. Immer wenn Calvendo einen neuen Kalender von mir annimmt, dann biete ich diesem Medium einen Kalender zu Verlosung an, was dazu führt, dass meine Pressemeldung veröffentlicht wird. Auch bringe ich meine Kalender bei Meldungen mit anderen Inhalten ins Spiel. Gerade stelle ich zum Beispiel Motive meiner Bilderserie „Blütenträume“ aus. Als ich die Pressemeldung dazu verschickt habe, habe ich auch am Ende der Meldung darauf hingewiesen, dass die Motive der Ausstellung auch im Calvendo-Kalender „Blumen und dufte Musik“ zu finden sind.

Welche Rolle spielen Social Media Plattformen in Ihrer PR-Arbeit? Nutzen Sie diese parallel zur klassischen Pressearbeit?

Klaus Eppele: Ja, klar. Ich poste täglich bei facebook und instagram. Und diese Posts werden selbstverständlich auch von Presseleuten gesehen. Je bekannter man wird, desto eher sind die Medien auch bereit über einem zu berichten.

Haben Sie Praxis-Tipps zur Bildauswahl für PR-Artikel?

Klaus Eppele: Bei Kalendern ist hier nicht viel zu tun. Man schickt eben ein Foto des Titelbildes, vielleicht auch noch ein Foto von der Zusammenfassung aller Bilder auf der Rückseite. Bei Pressemeldungen zu anderen Themen sollte man sich schon mehr Gedanken über das richtige Bild machen. Ein interessanter Blickfang wird eher gedruckt als ein Allerweltsfoto. Auf jeden Fall muss das Foto aber zum Thema passen.

Kalender von Klaus Eppele

Und wie lauten Ihre Tipps für die Textgestaltung von PR-Artikeln?

Klaus Eppele: Wichtig ist, dass man schon in der Überschrift genau sieht, um was es geht. Dann sollte ein kurzer Abschnitt folgen, der alle wichtigen und wesentlichen Punkte kurz zusammenfasst und der allein schon reichen würde, um einem Leser das Wichtigste mitzuteilen. Danach kann dann ausführlicher alles erklärt werden. Ein Redakteur will in kurzer Zeit wissen, um was es geht und wenn es ihn interessiert, dann liest er auch weiter. Wichtig ist auch, dass man immer sachlich berichtet und sich nicht selbst lobt und seinen Kalender als wunderschön oder extravagant bezeichnet. Der Redakteur entscheidet selbst, ob der die Sache wunderschön findet oder nicht. Am Schluss der Meldung sollte man wichtige Infos nicht vergessen: Wo bekommt man den Kalender, in welchen Größen ist er zu haben, mit welcher ISBN und zu welchem Preis, wo kann man ihn im Internet anschauen… Dann muss auch eine Kontaktadresse für redaktionelle Rückfragen dazu und ganz am Ende kann man sich noch selbst vorstellen, damit der Redakteur auch nachlesen kann über wen er da berichten soll.

Was würden Sie CALVENDO-Autoren und Autorinnen empfehlen, die gerade mit der Pressearbeit beginnen? Gibt es typische Anfängerfehler, die man vermeiden kann?

Klaus Eppele: Einfach mutig sein und loslegen! Es gibt nichts zu verlieren, sondern nur zu gewinnen. Und wenn die erste Veröffentlichung nicht sofort klappt, nicht entmutigen lassen – dranbleiben lohnt sich.
Wer will kann ja mal auf meine Presseseite www.bildidee.net/presse schauen.

Herr Eppele, herzlichen Dank für dieses Interview!

Zu den Werken von Klaus Eppele bei CALVENDO.